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Jahnschulviertel : Wo spielt es sich am Besten?

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Debatte im Jahnschulviertel favorisiert SOS-Bürgergarten und den Röhlschen Garten

von
erstellt am 15.Nov.2017 | 12:00 Uhr

Wie viel Spielplatz braucht das Jahnschulviertel? Müssen es neue Spielflächen sein oder soll man lieber Vorhandenes – wie den Röhlschen Garten – reaktivieren oder ausbauen, wie den Bürgergarten beim Mehrgenerationenhaus? „Die Debatte darüber ist noch nicht zu Ende. Aber es wichtig, sich Meinungen zu bilden, Ideen zusammenzutragen“, sagt Saskia Hebert vom Büro subsolar* architektur & stadtforschung. Ihre Worte stehen am Ende einer von ihr moderierten lebhaften Debatte in der Jahnschule.

Die drei Stadtverordneten Marcel Elverich und Thomas Tiepermann (beide SPD) sowie Christian Elger (Linke) hatten eingeladen, vorrangig Bewohner aus dem Gebiet. Die aber bildeten unter den 40 Interessierten die Minderheit.

Auch wenn es an diesem Abend niemand so direkt aussprach, Anstoß für den Bürgerdialog dürfte die mit sich selbst angesiedelten Bäumen und Sträuchern bestandene Ecke zwischen Schillerstraße und Bürgermeister-Jahn-Straße gewesen sein. Sie soll, so die Pläne von Bauamt und Abgeordneten, Parkplätzen weichen. Muss das sein? Frank Heinke als Stadtverordneter der Grünen zweifelt daran. Mitglieder der Baumschutzkommission, der auch Heinke angehört, haben angeregt, vor dem Fällen genau hinzugucken, mehr Grün in den Parkplatz einzubeziehen.

Zurück in die Jahnschule: Zum Einstieg in die Debatte erklärt Bauamtsleiter Martin Hahn anhand des Gesamtkonzepts für das Wohnkarree zwischen Karl-Marx- und Bürgermeister-Jahn-Straße, zwischen Schiller- und Johannes-Runge-Straße, weshalb an besagter Ecke der Parkplatz genau richtig platziert sei. Das ist gleichzeitig als Absage an Bestrebungen von Heinke zu verstehen, das Grün zu erhalten, damit dort ein neuer Spielplatz entstehen kann. Diesen Vorschlag von Heinke haben mehrere hundert Bürger per Unterschrift auf einer Liste unterstützt.

Keinen Widerspruch gibt es, als Peggy Heyneck aus dem Stadtbauamt feststellt, dass das Jahnschulviertel mit seinen Freiflächen und Spielplätzen gut aufgestellt ist. Sie sagt aber auch, dass die Zahl der Kinder in dem Viertel wieder angestiegen ist. Damit sei ein neues Nachdenken über den Röhlschen Garten angebracht. Noch vor gar nicht all zu langer Zeit hatte die Stadt davon gesprochen, den Platz aufzugeben.

Röhlscher Garten oder doch lieber Aufwertung des SOS-Bürgergartens als Spielplatz? Daran scheiden sich die Geister in der Diskussion. Dann meldet sich Reinhard Redder. Er wohnt im Jahnschulviertel: „Der Röhlsche Garten ist einfach in einem schlechten Zustand. Die Wege sind überwuchert. Es ist an der Zeit, dort etwas zu tun. Ich erkläre mich bereit, mitzuhelfen.“ Das Angebot wird gern angenommen. Ein anderer Vorschlag, nämlich der, aus dem Garten einen zusätzlichen Parkplatz zu machen, kommt nicht so gut an.

Schulleiterin Kerstin Schulz schlägt vor, den Garten am Bürgerzentrum aufzuwerten. „So wie er jetzt gestaltet ist, wird er wenig genutzt“, räumt SOS-Hausmanagerin Doreen Schulz ein. Aber sie sieht auch Möglichkeiten, das zu ändern. Auch Bürgermeister Oliver Hermann beteiligt sich am Meinungsaustausch, unterstützt die in dem Zusammenhang mit dem Bürgergarten geäußerte Idee, die dort angrenzende Nedwigstraße teilweise als Spielareal miteinzubeziehen.

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