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Wo Möhren und Biereis kulinarisch überraschen

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erstellt am 20.Jan.2012 | 08:51 Uhr

Unbesandten/Wittenberge | Spezialität Möhren. Ja, Sie lesen richtig. Der Alte Hof am Elbdeich in Unbesandten verzichtet auf Exotik und setzt ganzjährig auf regionale Produkte. "Tomaten im Winter sind ausgeschlossen", bekräftigt Annett Senst, die zusammen mit Dirk Wolters das Hotel und die Gaststätte betreibt. Möhren sind ihre Spezialität, was Gäste immer wieder bestätigen würden und deshalb dürfen sie morgen auf der Grünen Woche nicht fehlen.

Paillard vom Rinderfilet mit Möhren werden sie den Messebesuchern reichen. "Die dünnen Filetscheiben füllen wir mit Möhren, zerkleinert in dem von uns erfundenen Prignitzer 7/8 Schnitt", erzählt der Küchenchef. Ergänzt durch Zwiebeln in Balsamico und Kräutern eingelegt, dazu Kartoffelschaum und ein Spritzer Bieressenz - fertig angerichtet sei der Gaumenkitzel.

Eigentlich sollte es Skuddenleber geben, doch vor deren Verzehr raten Behörden derzeit ab. Eine Belastung des Fleisches könne nicht ausgeschlossen werden. "Nach diesem Hinweis entschieden wir uns am Donnerstag um", erzählt Annett Senst. Im Schlachthof Perleberg fiel die Entscheidung, denn bei den Produkten gehen sie in punkto Regionalität keine Kompromisse ein.

Zum Dessert gibt’s ihren Winter-Klassiker Möhrenkuchen mit einer Orangen-Frischkäsehaube. Möhren, Kartoffeln, Zwiebeln kommen aus Perleberg, Baek und zum Teil auch aus Mecklenburg. Diese Philosophie decke sich mit dem Anspruch der Grünen Woche, die ebenfalls auf Regionalität setzt. "Deshalb machen wir mit", sagen sie. Erst vor gut einem Jahr übernahmen sie den Alten Hof und seien mit der ersten Saison mehr als zufrieden. Drei Sterne fürs Hotel und das Gütesiegel Brandenburger Gastlichkeit sprechen für Qualität. Das spricht sich offenbar herum. Mitglied in der Hotelkooperation Landidyll sind sie bereits, im vergangenen Oktober schafften sie es sogar in das renommierte Reisemagazin Geosaison. Die Redaktion wählte den Alten Hof unter die bundesweit 18 schönsten Landhotels. An diese Erfolge will das Paar anknüpfen und hat noch manche Überraschung in petto.

Am Montag bekocht das Wittenberger Brauhaus und Restaurant Alte Ölmühle die Messebesucher mit seinen Eigenkreationen. Für Koch Benjamin Gremmel eine Premiere. Trotzdem bleibt er gelassen: "Nervös bin ich nicht", sagt er. Während er auf der Grünen Woche für die Zubereitung der Speisen verantwortlich ist, wird Stadtführer Jürgen Schmidt als Ölmühlgründers Salomon Herz den Besuchern das Menü schmackhaft machen.

Das Restaurant setzt auf sein Brauereiprodukt. Der Geschmack von Gerstensaft zieht sich durchs Menü: "Als Vorspeise servieren wir eine Bierzwiebelsuppe, und die Hauptspeise wird ein deftiges Biergulasch vom Schwein mit Knieperkohl sein", verrät Mitgesellschafter Jan Lange. Ein Highlight ist das Dessert, denn hier kredenzt Gremmel Eis, das ebenfalls nach dem kühlen Blonden schmeckt: "Genauer gesagt nach unserem Herzbräu. Wir verwenden ausschließlich Bier aus eigener Produktion", betont Lange. Für die Herstellung des Biereises kooperiert das Brauhausrestaurant mit dem Wittenberger Eiscafé Don Alfonso.

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