Kunst statt Gewerbe in Wittenberge : Wo die Papierpuppen tanzen

Ein interessanter Ausblick ergibt sich auch von Innen Richtung Bismarckplatz.
Ein interessanter Ausblick ergibt sich auch von Innen Richtung Bismarckplatz.

Leere Schaufenster werden zur Stadtgalerie / Gymnasium, Interessenring, WGW und WGE machen es gemeinsam möglich

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07. April 2017, 12:00 Uhr

Junge Leute aus dem Marie-Curie-Gymnasium lassen Papierpuppen tanzen. Zu sehen sind sie seit Mitte der Woche im ehemaligen Safari-Laden am Bismarckplatz, eine Ecke weiter in zwei Schaufenstern zur Friedrich-Ebert-Straße und auch in einem Geschäft in den Neubauten Rathausstraße zwischen Bahn- und Friedrich-Ebert-Straße. Bei sämtlichen Geschäften handelt es sich um Immobilien der Wohnungsbaugesellschaft bzw. der Wohnungsgenossenschaft „Elbstrom“. Die Läden sind derzeit nicht vermietet.

Anke Hahn als Mitarbeiterin beim Interessenring WIR kam auf die Idee, die ungenutzten Schaufenster für eine Art Stadtgalerie zu nutzten und kennt mit Kathrin Lockenvitz als Fachlehrerin für Kunsterziehung am Gymnasium auch die richtige Frau für derartige Spezialfälle.

„Ich habe gefragt, ob sie eine Idee hat“, erzählt Anke Hahn. „Und ich habe gesagt, ich habe immer Idee“, ergänzt lachend Kathrin Lockenvitz. „Aber es klappt natürlich nur, wenn meine Schüler mitmachen. Und sie tun es.“ Die Schüler sind in diesem Fall Mädchen und Jungen aus der Jahrgangsstufe 12 im Grundkurs Kunsterziehung am Gymnasium.

Die jungen Leute haben dafür gesorgt, dass die besagten Schaufenster von bis zu lebensgroßen Figursilhouetten aus farbigem Papier bevölkert werden, die augenscheinlich tanzen. Die Wirkung ist erstaunlich. Die Schüler stellen gekonnt die verschiedenen Bewegungen mit zweidimensionalen Körpern dar. Mit geschickt gesetzten Spaltschnitten erhalten die Figuren Kontur und Plastizität.

Als die Schüler, ihre Lehrerin Kathrin Lockenvitz, WIR-Mitarbeiterin Anke Hahn und WIR-Vorstandsmitglied Kerstin Pelen sich in dieser Woche am Safari-Laden trafen, wo die ersten Tanzenden im Fenster dekoriert wurden, kam auch Bürgermeister Oliver Hermann hinzu, um sich über das, wie er sagt, interessante und ausbaufähige Projekt zu informieren.

Übrigens können sich auch private Geschäftsinhaber, die derzeit keine Mieter für ihre Gewerberäume haben, an der Stadtgalerie beteiligen. Ansprechpartner ist in dem Fall Anke Hahn vom Interessenring WIR.

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