Weissagungen aus Horst für den Landkreis : Wo andere nur bunte Bilder sehen

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Die Horsterin Renate Groenewegen legt Karten und nimmt über sie schicksalhafte Schwingungen auf.

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01. Januar 2018, 21:00 Uhr

Die ungewöhnliche Gabe, Bilder zu sehen, Gefühle und Schwingungen aufzunehmen, wo andere nichts spüren oder sehen, Intuition und Lebenserfahrung, Menschenkenntnis und Eingebungen: Das macht Renate Groenewegen zu einer Kartenlegerin. Und dann ist da noch jenes Quäntchen Besonderheit, ja Geheimnisvolle. Dahin stößt nicht vor, wer nicht die Gabe der Weissagung in sich trägt.

Für den „Prignitzer“ sprach Redakteurin Barbara Haak mit Renate Groenewegen über das Kartenlegen. Sie traf die studierte Sozialpädagogin auf dem idyllischen Hof in Horst bei Wolfshagen, wo sie und ihr Mann leben.

Frage. Wie wird man Kartenlegerin?
Renate Groenewegen: Eine Freundin, sie ist heute weit in den 80ern, hat Karten gelegt und mir vieles dazu erklärt. Mein Schlüsselerlebnis hatte ich dann allerdings– auch das ist schon viele Jahre her – im österreichischen Mühlenviertel, wo wir auf einem Bauernhof Urlaub machten. Der dortige Pfarrer, ein anerkannter Wünschelrutengänger, hat mich bei einem seiner Besuche auf jenem Bauernhof aus der Stube geschickt, meinen Mann eine Karte aus mehreren wählen lassen. Als ich wieder herein durfte, mussten mein Mann und ich uns an den Händen fassen und ich sollte sagen, ob ich etwas zu der ausgewählten Karte wisse. Und es hat wirklich funktioniert. Ich habe – man mag es Gedankenübertragung nennen – bildhaft etwas gesehen, fand die Karte heraus.

Also Berufung?
Ich weiß nicht, mit einem Mal war diese Gabe da. Ich habe schon über Hirnforschungen zu diesem Thema einiges gelesen. Und es wird ja viel auch zu Gedankenübertragungen geforscht. Ich denke, das ist noch ein weites Feld.

Kartenlegen hat also nichts mit Scharlatanerie zu tun?
Nein, überhaupt nicht, zumindest nicht, wenn man sie so betreibt, wie ich, man dem Menschen gegenüber sitzt, der einen um Hilfe bittet. Kartenlegen oder Weissagungen per Telefon, das funktioniert nicht.

Wem legen Sie die Karten?
Manchmal auch mir selbst. Aber gewöhnlich natürlich Menschen, die mich darum bitten. Ich kann es aber auch nicht immer. Wenn ich mich nicht entsprechend fühle, dann bleiben die Karten auch für mich nur farbige Bilder, spüre ich keine Gefühle, habe keine Eingebungen.

Und ich lege auch jenen nicht die Karten, bei denen ich das Gefühl habe, sie lesen mir alles von den Lippen ab, weil sie nach einer Anleitung für ihr Leben suchen. Die kann ich aus den Karten nicht lesen. Ich kann Ratschläge geben und Hinweise, kann, wenn sich bei mir entsprechende Bilder und Gefühle eingestellt haben, auf mögliche schwierige Situationen hinweise.

Prophezeien Sie denn nie Negatives?
Nein, nie in reiner Form. Ich denke nämlich, dass wäre für den Betroffenen wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Aber ich sage natürlich, wenn ich es sehe, dass jemandem eine schwierige Zeit bevorsteht. Wichtig ist mir, die Stärken des Menschen zu stärken. Und ich kann, selbst wenn ich es wollte, niemandem den Tod voraussagen, das geben die Karten nämlich nicht her.

Was muss ich für einmal Kartenlegen bei Ihnen bezahlen?
Ein echter Kartenleger fordert kein Geld. Sie können mir etwas geben, einen Blumenstrauß mitbringen oder Sie bedanken sich einfach und gehen. Hinter dieser alten Regel steckt der Gedanke: Gute Botschaften kann man sich nicht erkaufen.

Sie haben schon, und da besonders zum Jahreswechsel, etliche Jahre hintereinander in renommierten Hotels an der Ostsee über viele Stunden Karten gelegt...
Das stimmt und hat viel Spaß gemacht. Aber man muss auch sagen, das hatte mit dem eigentlich ernsthaften Kartenlegen nicht so viel zu tun. Es war zum Jahreswechsel die Kunst der guten Gästeunterhaltung. Übrigens hatte auch Knut Diete mich dazu an einem Jahreswechsel ins Kranhaus gebeten.

Können Sie für die „Prignitzer“ -Leser bitte einmal ganz kurz einen Blick in die Karten werfen, um zu sagen, wie es 2018 mit dem Landkreis weitergeht?
Ja, das mache ich. Die erste Karte besagt, dass der Landkreis sich auf einem langen Weg befindet, für den der Anfang jetzt gemacht ist. Er hat sich in Bewegung gesetzt.

Die zweite Karte weist auf anstehende Veränderungen großer Art hin, die sowohl finanzieller wie personeller Art sind.

Oh, die letzte Karte ist ja sehr interessant. Sie weist auf eine weibliche Hauptperson hin, die wesentlichen Anteil an der Entwicklung des Landkreises haben wird.

Das klingt spannend. Lässt sich zu dieser Dame noch mehr sagen?
Nein, mehr kann ich nicht aus den Karten lesen.

Herzlichen Dank.

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