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Wittenberger Straße wird die nächste Großbaustelle

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erstellt am 20.Jun.2013 | 06:59 Uhr

Perleberg | Wenn alles klappt wie geplant, dann soll im Frühjahr 2014 die Sanierung der Wittenberger Straße einschließlich Marien- und Grahlplatz in Angriff genommen werden. Konkret geht es aber erst einmal um den Abschnitt von der Koloniestraße bis zur Einmündung Grahlstraße bzw. Grahlplatz. 500 000 Euro an Fördermitteln stehen dafür bereit. Der zweite Abschnitt soll dann möglichst zeitnah folgen, ist aus dem Bauamt zu erfahren. Allerdings wird der Termin in erster Linie davon bestimmt, ob finanzielle Mittel zur Verfügung stehen.

Im Stadtentwicklungsausschuss stellte Olaf Schlünzen vom Ingenieurbüro Rauchenberger das Gestaltungskonzept vor. Faktisch ein Gemeinschaftswerk, denn im Vorfeld traf man sich zu Workshops, debattierte und wägte Möglichkeiten, Wünsche und Notwendigkeiten ab. Grundlage des jetzigen Konzeptes seien die Planungen von Henrike Wehberg-Krafft vom Büro WES LandschaftsArchitektur, die an den Workshops teilnahm und maßgeblich an der Umgestaltung des Großen Marktes mitwirkte.

Straßensanierung, neue Platzgestaltung und veränderter Verkehrsführung, so könnte man das Vorhaben kurz umschreiben. Die jetzige Einbahnstraße, die vom Marienplatz auf die Wittenberger mündet, wird es als Straße dann nicht mehr geben. Fußgängern stehen aber hier auch künftig alle Wege offen.

Der eigentliche Marienplatz mit dem Denkmal wird sein Gesicht zwar verändern, aber nicht gravierend. Ganz bewusst soll er in seinem Charakter bestehen bleiben. Die alten in die Jahre gekommenen Bäume, für deren Standsicherheit keiner garantieren könne, werden abgenommen. Auch, weil ihr Wurzelwerk der Bausubstanz massiv zusetze. Das Denkmal wiederum werde sorgfältig in seinem Bestand komplett auf Vordermann gebracht. Für Grün, welches einfach ins Bild dieses Areals gehört, werden junge Bäume als Ersatz gepflanzt. Und auch die Straße, die ebenso den Namen Marienplatz trägt, werde mit Rotdorn ergänzt.

Wie aber gelangt man fortan vom Marienplatz auf die Wittenberger Straße? Über den Marienplatz, sprich die Straße hinter dem Denkmal, die in diesem Bereich derzeit noch als Einbahnstraße fungiert. Mit der Sanierung fließt der Verkehr hier dann in beiden Richtungen. Ein so genannter überfahrbarer Fahrbahnteiler an der Einmündung zur Wittenberger Straße werde optisch dafür sorgen, dass jeder in der richtigen Spur bleibe.

Die eigentliche Fahrbahn werde auf 6,50 Meter Breite ausgebaut und erhalte Asphalt. Stellplätze werden parallel angelegt, hier wie für die Gossen werde das vorhandene Schlackepflaster wieder eingesetzt. In der Wittenberger Straße sind 53 Parkplätze vorgesehen, jetzt sind es 42. Dafür entfallen aber jene am Marienplatz. Für den Grahlplatz sind 51 Parkplätze geplant, damit einer weniger als jetzt vorhanden. Die Fußwege erhalten Betonsteinpflaster, das rechts und links ans Feldsteinpflaster angepasst werde.

All das sehe das Konzept vor. Damit ist aber noch nicht das letzte Wort gesprochen, es ist erst eine Vorplanung. Diese liegt vom 24. Juni bis zum 19. Juli bei der BIG Städtebau, Wollweberstraße 21, sowie im Bauamt der Stadt, Karl-Liebknecht-Straße 33, Sachgebiet Tiefbau, zu den Geschäftszeiten aus. Bürger können Einsicht nehmen, Anregungen und Hinweise geben, die dann nach Abwägung in die weitere Planung eingearbeitet werden.

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