Brandenburgtag : Wittenberge will das Landesfest

Auf dem Brandenburgtag 2012 in Lübbenau präsentierte sich der Spreewald als Gastgeber.
Auf dem Brandenburgtag 2012 in Lübbenau präsentierte sich der Spreewald als Gastgeber.

Hauptausschuss beschließt einstimmig Bewerbung für 2018

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18. September 2015, 08:00 Uhr

Kultur und Wirtschaft, Tradition und Moderne, Kulinarik und Kommunikation: Seit 1995 ist der Brandenburgtag das größte Fest des Landes und wird von den Ausrichterstädten mit dem Anspruch organisiert, die Menschen zusammen zu bringen, um sich und ihr Land besser kennen zu lernen und zu präsentieren.

Auf der jüngsten Sitzung des Wittenberger Hauptausschusses legten die Abgeordneten den Grundstein dafür, dass im Jahre 2018 ganz Brandenburg möglicherweise auf die Elbestadt schaut. Einstimmig billigten sie die Beschlussvorlage des Bürgermeisters, dass sich die Stadt um die Ausrichtung des 16. Landesfestes bewirbt.

„Wittenberge hat gerade in diesem Jahr gezeigt, dass die Stadt ein toller Gastgeber für große Feste ist“, sagte Bürgermeister Dr. Oliver Hermann zur Begründung seines Antrags. „Die Elblandfestspiele und das Stadt- und Hafendest sind etablierte Größen, und mit SoundCity haben wir in diesem Jahr eine Veranstaltung von landesweiter Bedeutung toll ausgerichtet, und so etwas bleibt natürlich auch in Potsdam nicht unbemerkt. Wittenberge ist reif für den Brandenburgtag 2018.“

Am 3. August sei von der Staatskanzlei die Ausschreibung für das 16. Landesfest öffentlich gemacht worden, wobei sich Kommunen mit mehr als 10  000 Einwohnern bewerben können. Die Zuwendung des Landes ist mit 10  000 Euro für das Vorjahr und 250  000 Euro für das Veranstaltungsjahr avisiert, heißt es in der Beschlussvorlage, auf die Stadt kommt eine Eigenbeteiligung von rund 60  000 Euro zu. Von den ausrichtenden Städten wird erwartet, dass sie die Kosten für Regie, Logistik und Medienbegleitung sowie für eigene Begleitveranstaltungen und die Veranstaltungssicherheit tragen.

Die Chancen für einen Zuschlag schätzt Hermann als gut ein, da Wittenberge zum einen auf die genannten erfolgreichen Veranstaltungen verweisen könne und zum anderen noch kein Brandenburgtag im Nordwesten des Landes ausgerichtet wurde. Die Kosten seien laut Bürgermeister als Investition ins Stadtmarketing zu sehen. „Außerdem ließe sich der Brandenburgtag auch mit Infrastrukturprojekten verknüpfen, wie das bei SoundCity und der Uferpromenade der Fall war“, so Hermann.

In der Diskussion verwies Hans-Joachim Lüttschwager auf die positive Wirkung von SoundCity für die Außendarstellung der Stadt und begrüßte die Initiative. Auch Bernd Gerhardt stimmte dem zu, merkte aber an, dass im Falle eines Zuschlages in diesem Jahr kein Stadt- und Hafenfest stattfinden würde. Vielmehr wollten sich die Organisatoren dann möglichst mit in den Brandenburgtag einbringen.

„Es soll keine Konkurrenz zu etablierten Veranstaltungen entstehen, der Fokus liegt auf Zusammenarbeit“, schloss Hermann. Am 23. September entscheiden die Stadtverordneten abschließend.

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