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Zum Tod von Gerda von Hodenberg : Wittenberge trauert um Ehrenbürgerin

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Obermedizinalrätin Dr. Gerda von Hodenberg verstarb am 4. Januar

von
erstellt am 07.Jan.2017 | 10:00 Uhr

Die Stadt Wittenberge trauert um ihre Ehrenbürgerin Obermedizinalrätin Dr. Gerda von Hodenberg. Die hochgeschätzte Ärztin ist am 4. Januar im Alter von 100 Jahren verstorben, informierte gestern Stadtsprecherin Christiane Schomaker.

Bürgermeister Dr. Oliver Hermann sagte: „Die Nachricht vom Tod der Ehrenbürgerin Dr. von Hodenberg stimmt mich traurig. Wir verlieren mit ihr einen Menschen, der sich mit Leidenschaft und ärztlichem Können um die Entwicklung des Gesundheitswesens in unserer Stadt verdient gemacht hat.“

Wittenberge habe Gerda von Hodenberg viel zu verdanken. „Ihre besondere Lebensleistung war es,“ so Karsten Korup, Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, „als Chefärztin der Inneren Abteilung des Krankenhauses Wittenberge, als dessen Ärztliche Direktorin und als Leitende Ärztin der Poliklinik Wittenberge maßgeblich dafür zu sorgen, dass Wittenberge nach dem schweren Beginn in den Nachkriegsjahren eine vorbildliche medizinische Versorgung der Bevölkerung sichern konnte und so zum hohen Ansehen des Gesundheitswesens unserer Stadt beizutragen“.

Kurz nach ihrem 90. Geburtstag macht die Stadt Gerda von Hodenberg zu ihrer Ehrenbürgerin. Dazu fand am 25. März 2006 ein Festakt im großen Saal des Rathauses statt. Der damalige Bürgermeister Klaus Petry fand warmherzige Worte der Würdigung, die nicht allein der Ärztin, sondern auch dem Menschen Gerda von Hodenberg galten.

Als junge Ärztin war Dr. von Hodenberg 1947 nach Wittenberge gekommen.

In seiner Laudatio betonte Bürgermeister a. D. Petry vor gut zehn Jahren: „Ihnen ist gelungen, aus dem heruntergekommenen Bau der Zigarrenfabrik in der Krausestraße, in der es gerade mal Notbetten mit Strohsäcken gab, eine internistische Klinik aufzubauen, die dem Wittenberger Krankenhaus zu einem ausgezeichneten Ruf über die Grenzen der Prignitz hinaus verhalf und es fachlich auf eine Stufe hob mit den renommierten Kliniken in der Bezirkshauptstadt Schwerin und in Güstrow.“

Das ärztliche Wirken von Dr. von Hodenberg sei laut Petry geprägt gewesen von hohem Berufsethos, von Wahrhaftigkeit und von Verantwortung für die Patienten. Für die Ehrenbürgerin waren ihre Patienten Menschen, die sie ganzheitlich betrachtete, sich dafür interessierte, woher sie kommen, wie ihre Lebensumstände sind.

Und Dr. von Hodenberg war auch bekannt für ihren „westfälischen Dickkopf“, auf den Petry bei der Verleihung der Ehrenbürgerschaft anspielte. Denn Dinge, von denen Dr. von Hodenberg überzeugt war, wollten sie auch durchsetzen: Für ihre Patienten, aber auch in hoher Verantwortung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, für Ärzte, Schwestern und technisches Personal.  

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