Wittenberge: TGW ist ausgezeichnet

<strong>Annett Jura (l.)</strong> und Andrea Glaser präsentieren die Prädikatsurkunde.
Annett Jura (l.) und Andrea Glaser präsentieren die Prädikatsurkunde.

svz.de von
28. Juni 2012, 09:40 Uhr

Wittenberge | 32 von den 158 Mitgliedern im Bundesverband der Technologie- und Gründerzentren (ADT) dürfen sich "Anerkanntes Innovationszentrum" nennen. Das Technologie- und Gewerbezentrum Prignitz (TGW) gehört seit neuestem dazu. Die Mitgliedschaft im Bundesverband wie auch die Prüfung, die der Prädikatsverleihung vorausgehen, sind freiwillig. Das TGW, dessen alleiniger Gesellschafter die Stadt Wittenberge ist, hat es gewagt, sich dem Auditierungsprozess - so der fachlich korrekte Name - unterworfen und darf sich nun als Prädikats-TGW bezeichnen. "Wir sind auf dieses Ergebnis sehr stolz, zeugt es doch von der guten Arbeit aller, die hier geleistet wird", sagt TGW-Chefin Annett Jura. Künftig könne das Technologiezentrum bei der Bewerbung um Projekte auf diese Qualitätsauszeichnung verweisen. Das falle ins Gewicht.

Am Dienstag war mit Andrea Glaser die ADT-Geschäftsführerin zur Aufsichtsratssitzung des TGW gekommen, um die Urkunde zur erfolgreichen Zertifizierung persönlich zu überreichen (der "Prignitzer" informierte gestern bereits kurz).

Wenn die Juroren des Bundesverbandes - alles gestandenen Leiter von ähnlich oder gleich gelagerten Zentren - ein TGW kritisch unter die Prüflupe nehmen, dann wollen sie nach den Worten der Bundesgeschäftsführerin zum Beispiel wissen, wie die Betreuung von Leuten klappt, die sich in die Selbstständigkeit begeben, wie sie auf einen erfolgreichen Weg gebracht werden. "Bei diesem Schwerpunkt hat Wittenberge gut gepunktet", sagt Glaser voller Anerkennung. Im Wittenberger TGW laufen zwei Projekte dazu. Das eine ist der Gründerlotsendienst, über den seit 2009 Sandra Balkow als Lotsin Selbstständigen in spe über die Klippen der Existenzgründung hinweghilft. Wobei sich Balkow auch nicht scheut, vom Schritt in die Selbstständigkeit abzuraten, wenn die Voraussetzungen einfach nicht stimmen.

Das zweite Projekt ist zu Beginn des Jahres angelaufen, nennt sich Unternehmer-Scout Prignitz. "Es ist ein Pilotprojekt im Land Brandenburg und betrifft Unternehmer, die noch nicht in der wirtschaftlichen Tragfähigkeit sind. Wir helfen, Netzwerke zu knüpfen, neue Ideen einzubringen und das Zahlenwerk auf Vordermann zu bringen." Zur Betreuung von Gründern, aber auch Unternehmern gehört es nach den Worten von Sandra Balkow, "dass wir regelmäßig zu Netzwerktreffen einladen und auch Branchenzirkel zum direkten Austausch organisieren". Die jüngste Netzwerkzusammenkunft fand beispielsweise am Dienstagabend statt. "Das Hervorhebenswerte an dieser Zusammenkunft: Es wurden nicht nur Visitenkarten ausgetauscht, sondern einige Teilnehmer konnten sich zu gemeinsamen Aktivitäten verabreden." Ein weiterer gewichtiger Punkt bei der Auditierung: Der Technologietransfer wird bewertet. In der Nähe des TGW befinden sich weder Hoch- noch Fachschule oder Universitäten. Deshalb seien die Bemühungen der im Wittenberger TGW ansässigen Transferstelle für Technologie hoch zu bewerten, die Verbindung zwischen regionalen Unternehmen einerseits und wissenschaftlichen Einrichtungen andererseits zu knüpfen bzw. zu befördern, sagt TGW-Chefin Jura.

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