26. Stadt- und Hafenfest : Wittenberge in Feierlaune

Einen ungewöhnlichen Blick ermöglichte die Feuerwehr dem „Prignitzer“ von der neuen Drehleiter aus auf das Getümmel.  Fotos: Reik Anton
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Einen ungewöhnlichen Blick ermöglichte die Feuerwehr dem „Prignitzer“ von der neuen Drehleiter aus auf das Getümmel. Fotos: Reik Anton

Tausende Besucher beim Stadt- und Hafenfest / „Marquess“ bringen spanisches Flair in den Nedwighafen

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21. August 2016, 21:00 Uhr

Die Elbestadt präsentierte sich am Wochenende in Feierlaune. Tausende Besucher lockte es zum 26. Stadt- und Hafenfest in die Innenstadt und zum Nedwighafen.

Ein Höhepunkt im wahrsten Wortsinn war die neue Drehleiter der freiwilligen Feuerwehr, die so manchen Besucher in Staunen versetzte. „Mit unserer Präsenz beim Stadt- und Hafenfest wollen wir den Leuten die Arbeit der Feuerwehr näher bringen, aufklären und vielleicht den einen oder anderen für dieses Ehrenamt begeistern“, so Sprecher Norman Rauth. Neben der technischen Ausrüstung war der Stand der Blauröcke auch aus kulinarischer Sicht beliebt. Die traditionelle, selbstgemachte Erbsensuppe der Kameraden war binnen einer Stunde alle. „Ab 11 Uhr haben wir die Suppe ausgereicht. Die 800 Portionen waren ruck, zuck weg“, schilderte Wehrführer Lars Wirwich.

Vom Stern bis zum Bismarckplatz und dem Veranstaltungsort Sportboothafen erstreckte sich die Feiermeile. Auf fünf Bühnen fanden verschiedene kulturelle Veranstaltungen statt. Für die Kleinen hatten die Stadtwerke Wittenberge auf dem Bismarckplatz einen Energieparcours aufgebaut. Hier galt es, Bälle in Schläuche zu bugsieren. Die bunten Kugeln sollten die Fernwärme symbolisieren, die per Luftstrom durch die gelben Schläuche mehrere Papphäuser erreichte. „Das ist eine schöne Idee für die Kinder“, fand Marcel Hupfer aus Perleberg, dessen Sohn Jaden (2) den Parcours auch ausprobierte.

Grund zur Freude hatten Resi Neumann und ihre Bekannte Margot Paarmann. „Wir haben uns seit einem halben Jahr nicht mehr gesehen, wir telefonieren aber regelmäßig. Hier trifft man eben auch viele Leute. Das gefällt mir an dem Stadtfest“, sagte Resi Neumann. Oliver Kleinert lobte das Stadtfest, „weil es mit dem Rummel für die Kinder etwas bietet“. Der 21-Jährige ist gebürtiger Wittenberger, lebt heute jedoch in Niedersachsen. „Aber zum Stadtfest kommen wir immer her.“ Am Abend sollte es dann noch zum Feuerwerk und dem Konzert an den Nedwighafen gehen. Dort heizten „Marquess“ dem Publikum ab 22 Uhr ein. Die Stimmung war von Beginn an ausgelassen.

Schon am Freitagabend, zur Eröffnung des Festwochenendes, kamen etwa 900 Gäste an den Nedwighafen. „Acoustic Pro“, die Siegerband des diesjährigen SOS-Talente-Festivals, eröffnete den Abend, gefolgt von „Frankafotoschön“ und „Halsschlagader“. Als Live-Musik-Headliner begeisterten, wie bereits im Vorjahr, die Lokalmatadoren von „Flüsterlaut“. Danach sorgten die DJs mit ihren elektronischen Beats an den Plattentellern für Stimmung bis nach Mitternacht. „Die Mischung aus Live-Musik mit regionalen Bands und dem anschließendem DJ-Set von Creek und Mono kam offenbar gut an“, bilanzierte Sven Wendelmuth vom SOS-Kinderdorf Prignitz.


Die „Queen“ in Wittenberge


Auch gestern ging es am Nedwighafen hoch her. Auf der Bühne brachten Shantychöre maritime Klänge zu Gehör. Mitglieder des Motorflugclubs Salzwedel zeigten den Schaulustigen, was ihre Maschinen so drauf haben. Extra aus der Nähe von Hamburg reiste Gerrit Oswald an, um seine „Jan“ vorzuführen. „Das ist ein Hafenschlepper, den ein Freund selbst gebaut hat. Also ein echtes Unikat“, betont Oswald (56), der das Boot seit zwei Jahren besitzt. Und Kraft hat das 1,20 Meter lange und 23 Kilogramm Einzelstück auch. „Es kann ein Schlauchboot mit vier Kindern ziehen“, sagt Gerrit Oswald, der sich seit seinem 14. Lebensjahr mit Modellbooten beschäftigt. Königlich wurde es bei Maik Mohr. Der Wittenberger ließ seine „Queen“ durch das Wasser pflügen. „Sie ist 95 Zentimeter lang und hat Unterwasser- sowie Bugbeleuchtung, damit es authentischer aussieht“, berichtet Maik Mohr.

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