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Frühjahrsputz in der Elbstadt : Wittenberge gibt sich frühlingsfein

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Die Kleingartenvereine fegen und schneiden in ihrem Umfeld. Bürger sorgen für gepflegtes Grün vor ihren Häusern.

svz.de von
erstellt am 25.Mär.2017 | 21:00 Uhr

Der aufkeimende Frühling färbt Wittenberge grün, da wollten am Samstag auch viele Bürger nicht abseits stehen. Sie griffen beim Frühjahrsputz zu Harke und Heckenschere, richteten Vorgärten her, pflegten Beete oder verschönerten das Umfeld von Kleingartenanlagen.

Rund 30 Mitglieder waren in die Kleingartenanlage „Paul Klinck“ gekommen, um die langen Heckenreihen zu stutzen, Wege und Freiflächen zu säubern. „Jeder von uns ist heute bei diesen Arbeiten doppelt so stark gefordert wie vor zehn Jahren“, sagte Vereinsvorsitzender Marko Schlegel angesichts der gestiegenen Zahl freier oder aufgegebener und begrünter Parzellen. So befiel beim schwierigen Heckenschnitt am Bentwischer Weg und dem Außenzaun auch ein wehmütiges Gefühl viele Mitglieder. Denn hinter den Hecken befinden sich keine Gärten mehr, sondern begrünte Flächen, die Parzellen liegen nun weiter hinten.

„Das spürt man auch, von der Straße dringt mehr Lärm in die Gärten“, meinte Schlegel. Mit dabei war auch wieder Christa Steinborn. „Wie schon seit 45 Jahren“, meint sie stolz. Mit Elan stopfte sie Heckenschnitt in die Bigpacks. „Das Schöne bei diesen Einsätzen ist, man trifft viele Vereinsmitglieder nach dem Winter, sieht wer da ist und auch wer nicht“, meinte Christa Steinborn.

Etwas ruhiger ging es beim „Kleingartenverein Am Friedensteich“ an der Lenzener Chaussee zu. „Einiges hat der Sturm vor zwei Wochen weggeweht. Aber auf den Eichen ist noch viel altes Laub“, sagt Horst Mertsch. „Da müssen wir wohl noch ein bis zwei Mal ran. Im Herbst brauchen wir auch immer drei Einsätze. Aber das funktioniert in unserem Verein gut, weil fast alle Gärten vergeben sind.“

Ein beschauliches Bild bot sich im Falkensteig. Anneliese Schulz harkte das kleine Blumenbeet vor Nummer 12. „Das ist nicht direkt Frühjahrsputz, jeden Sonnabend ist ein anderes dran“, erzählt sie. Vom Stiefmütterchen bis zum Rosenstrauch wirkt alles sehr gepflegt. Ähnlich war es bei Helga Redlich einige Häuser weiter in der gleichen Straße. Ein großer kugelförmiger Strauch sticht dort hervor. „Wir haben alles vor Jahrzehnten selbst angelegt, schade, dass nicht mehr alle bei der Pflege mitmachen“, sagte Helga Redlich.

Zufrieden mit dem Frühjahrsputz war Ronald Kaiser vom Stadtbetrieb auf dem Kompostplatz. Mehr als 50 private Anlieferer brachten am Samstag dorthin ihre Grünabfälle. Hinzu kommen noch die etwa 20 Bigpacks der Vereine. Und wie in den Vorjahren galt, wer was bringt, bekommt auch etwas, einen Primeltopf.

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