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Picknick am Elbufer : Wittenberge feiert neuen Uferweg

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Hunderte bevölkern die Promenade / Blau-Weiße Picknick-Idee ist der Renner

von
erstellt am 10.Mai.2015 | 17:26 Uhr

Der Ehrgeiz war schon weit vor Baubeginn groß: Die neue 420 Meter lange Uferpromenade sollte Wittenberges schönstes Wassergesicht werden. Am Sonnabend, bei der offiziellen Inbesitznahme des Weges zwischen Ölmühle sowie Wasser- und Schifffahrtsamt meinten viele Elbestädter und Gäste begeistert: „Das ist richtig schick geworden.“

Hunderte waren gekommen, feierten mit einem Picknick in blau-weiß die neu entstandene Wasserkante. Statt langer Reden, die an diesem ersten bundesweiten Tag der Städtebauförderung natürlich auch möglich gewesen wären, gab es Kaffee und Kuchen, stießen Wittenberger und Gäste mit Prosecco auf die Neuerrungenschaft an.

Die Wittenberger konnten sich die Neugestaltung des Uferabschnitt aber auch eine Menge kosten lassen. Fördergeld aus der EU, von Bund und Land sowie aus der Stadt flossen in die Promenade plus Zuwegung mit Parkplatz: Insgesamt 1,9 Millionen Euro. Die Stadt allerdings war nur mit 300 000 Euro Eigenmitteln dabei. Der weitaus größere Teil kam aus Fördertöpfen der EU und des Landes.

Wittenberge hat sich auf den gut 400 Metern, die auch den Bereich des alten Stadthafens einschließen, nicht nur schöner gebaut. Städtebauliche Schönheit verbindet sich mit neuem Hochwasserschutz. Die Rückwand der Promenade ist gleichzeitig Schutzwand gegen die Flut. Sie ist auf auf 7,99 plus 50 Zentimeter Sicherheitshöhe ausgelegt. Landesumweltamt und Kommune hätten als Bauherren gut Hand in Hand zusammengearbeitet, sagte Samstag auch Ingolg Marx. Der Mitarbeiter des Landesumweltamtes war nicht nur zur Einweihung extra nach Wittenberge gekommen, sondern hatte auch ein blau-weißes Outfitt gewählt.

Er und auch seine Begleiterin passten damit wunderbar in das blau-weiße Bild, das die Uferpromenade am Samstagnachmittag bot. Hunderte bevölkerten den Uferweg, den Bürgermeister Dr. Oliver Hermann, Stadtverordnetenvorsteher Karsten Korup und Brandenburgs Baustaatssekretärin Katrin Lange – stilgerecht mit Flusswasser aus blauen Eimern – auf den Namen Elbuferpromenade tauften.

Und dann erst die rund 60 Picknicktische in Blau und Weiß, die Wittenberger, aber auch Auswärtige aufgebaut hatten, um mit Blick auf das Wasser Kaffee, Kuchen und andere Leckereien zu genießen. Ob Blaubeerkuchen mit Sahne, blaue Vergißmeinnicht in weißen Vasen, ob weiße Hussen über Stühlen oder blau-weiße Strohhüte bei den Damen, kreativer kann man eine Picknickidee wohl kaum umsetzen.

Der Jury fiel es äußerst schwer, den stilvollsten und stimmigsten Tisch zu prämieren. Ihre Wahl fiel auf das Arrangement, das drei befreundete Pärchen gestalteten, gefolgt von Picknick unter dem Motto „Elbe-Wittenberge unsere Heimat“. Groß war der Jubel bei den ESV-Gymnastikfrauen über den dritten Platz. „Elbe zu jeder Jahreszeit“ hatten sie ihre Picknick-Arrangement betitelt. Und weil es ein so stimmungsvoller Nachmittag war, wünschte sich so mancher, dass es im nächsten Jahr wieder ein blau-weißes Picknick geben möge.

 

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