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Neues Modell in der Prignitz : Wittenberge erhält SOS-Kinderdorf

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Elbestadt neben Hamburg und Leipzig als Standort für neues Modell ausgewählt

von
erstellt am 18.Feb.2017 | 05:00 Uhr

Die endgültige Entscheidung zu Gunsten Wittenberges ist gefallen: Der Vorstand des SOS-Kinderdorfvereins Deutschland habe sich nach vielen Monaten der Vorbereitung, Planung und Abwägung neben Hamburg und Leipzig für die Einrichtung eines städtischen Kinderdorfs in der Elbestadt ausgesprochen. Darüber informierte Daniel Krause-Pongratz als Leiter des SOS-Beratungs- und Familienzentrums Prignitz am Freitag. Wie er weiter erklärte, existiert eine derartige urbane Einrichtung, die sich von den klassischen SOS-Kinderdörfern deutlich durch ihre bauliche Struktur unterscheidet, bundesweit bisher ausschließlich in Berlin. „Wir werden in Wittenberge künftig quasi vier Einfamilienhäuser unter einem großen Dach haben“, erläuterte er.

Das Dach bzw. die Dachlandschaft, unter der künftig SOS-Kinderdorfmütter bzw. -Väter Kinder betreuen, befindet sich im Jahnschul-Viertel. Der SOS-Verein wird dort die sogenannte Bonbonfabrik in der Schillerstraße 1 sowie die beiden Nachbargebäude Schillerstraße 2 und die Bürgermeister-Jahn-Straße 16 um- und ausbauen.

Wie der Leiter des hiesigen SOS-Beratungs- und Familienzentrums hervorhebt, „hat das gute Miteinander mit der Stadt wesentlich dazu beigetragen, dass die Wahl auf Wittenberge als Standort fiel“. „Wir konnten durch diese Zusammenarbeit gegenüber unserem Vorstand den Standort sehr konkret benennen und erste Aussagen zu den möglichen Kosten treffen.“ Die Wohnungsbaugesellschaft als 100-prozentige Tochter der Stadt hatte den leerstehenden Gebäudekomplex, den der SOS-Verein nun herrichten wird, vor einigen Jahren gegen baulichen Verfall gesichert und mit einem neuen Dach versehen.

Mit Blick auf die jetzt geplante Investition von 4,5 Millionen Euro und auf das bisherige Engagement von SOS spricht Wittenberges Bürgermeister Oliver Hermann „von einem starken und verlässlichen Partner an unserer Seite“. Auf den rund 2000 Quadratmetern Nutzfläche in der alten Bonbonfabrik und den beiden Nachbarhäusern werden Domizile in der Art von Townhäusern für vier SOS-Familien mit einer Mutter bzw. Vater sowie jeweils sechs Kindern errichtet. 

 

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