Super Illu : Wittenberge erfindet sich neu

Jürgen Schmidt als Paul Lincke. In dieser Stadtführerrolle war er mit denRedakteeuren der Super Illu unterwegs.
Jürgen Schmidt als Paul Lincke. In dieser Stadtführerrolle war er mit denRedakteeuren der Super Illu unterwegs.

Die Botschaft möchte der Elbestädter Jürgen Schmidt bundesweit publik machen

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22. April 2015, 08:00 Uhr

Als Wittenberger, als Stadtführer und als studierter Historiker kann Jürgen Schmidt eines ganz und gar nicht ertragen: Wenn seine Heimatstadt, wie in zurückliegenden Jahren häufig geschehen, in überregionalen Medien ein Negativ-Image verpasst wird. „Das haben wir nicht verdient“, sagt Schmidt. Ja, die Stadt habe ein Drittel ihrer Einwohner verloren, ja, „von der einst stolzen Industrie ist durch Abwicklung in der Stadt der Nähmaschinen nicht sonderlich viel geblieben“, sagt Schmidt, aber das sei eben nur ein Teil der Wahrheit. Er ist davon überzeugt: „Wir sind eine Stadt, die sich zur Zeit gerade neu erfindet, den Kopf nicht in den berühmten Sand steckt.“ Und genau das hat Schmidt jetzt dem Chefredakteur der Super Illu geschrieben. Die Illustrierte hat eine neue Serie aufgelegt. Sie heißt „Stolzes Land, leeres Land“. „Ich fand, da passen wir genau ’rein“, erzählt Jürgen Schmidt lächelnd. Am Ende seines Briefes hat er dem Mann an der Spitze der Super Illu geschrieben: „Ich denke, Wittenberge in der Prignitz, eine Stadt im Wandel, ist es wert, beleuchtet zu werden!“

Und es hat geklappt mit dem sogenannten Beleuchten. Wenn am Donnerstag die neueste Ausgabe der Zeitschrift erscheint, dann soll sich Wittenberge darin wiederfinden. „So ist es geplant“, hieß es gestern aus der Berliner Redaktion. Die Überschrift dürfte ganz im Sinne des Briefschreibers Jürgen Schmidt sein: „Ein Ort erfindet sich“.

Schmidt ist noch immer verblüfft, „dass der Redakteur von der Super Illu schon kurz nach Erhalt meines Briefes in Wittenberge war“. Schmidt, der, wie er sagt, als ganz normaler Elbestädter an die bundesweit erscheinende Zeitschrift schrieb, schlüpfte für die Journalisten umgehend in seine Rolle als kundiger und gewandter Stadtführer, um gemeinsam mit seinem Stadtführerkollegen Burghard Genth die Berliner durch Wittenberges Vergangenheit, vor allem aber Gegenwart zu lotsen.

Der Redakteur und sein Fotograf sollten sich selbst ein Bild davon machen, was Wittenberge zu bieten hat. Für Schmidt steht auf jeden Fall fest: „Manches liegt bei uns noch im Argen, aber es entwickelt sich sehr viel Neues.“ Nun ist er gespannt, war morgen in der Illu steht.

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