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Unternehmerball : Wirtschaft flüstert mit Politik

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Hintergrundgespräche in lockerer Atmosphäre auf dem Prignitzer Unternehmerball

„Eigentlich sind wir keine Ballgänger“, sagen Agnes und Ulf Krüger. Den Ball der Prignitzer Wirtschaft am Freitagabend auf der Alten Ölmühle (der „Prignitzer“ berichtete bereits am Sonnabend) konnten und wollten der Geschäftsführer der Hyflexar Hydrauliktechnik GmbH aus Karstädt mit Gattin sowie Sohn Robert einfach nicht versäumen. Die Wirtschaftsinitiative Westprignitz (WIW) zeichnet die Karstädter an diesem Abend als Unternehmer des Jahres aus. Zum Erfolg gratulieren auch Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und sein Vorgänger Matthias Platzeck, die beide sehr gern der WIW-Einladung zum Ball folgten, wie sie gegenüber dem „Prignitzer“ bekannten. Krügers genossen den Augenblick, „obwohl wir nicht so gern öffentlich im Mittelpunkt stehen, sondern ganz normal unsere Arbeit machen“, bekennt das Unternehmerehepaar, das auf jeden Fall auch noch die eher seltene Gelegenheit zum Tanzen nutzen will.

Völlig überrascht werden Henning und Heike Bayer, als ihr Name fällt. Ja, die Inhaber von fünf Modegeschäften haben richtig gehört, auch sie sind Unternehmer des Jahres und freuen sich riesig: „Es ist für uns eine Anerkennung jahrelanger Arbeit“, sagt Heike Bayer und nennt im gleichen Atemzug „unsere Kunden, die uns die Treue halten, weil sie unser Angebot und unseren Service zu schätzen wissen“. Auch für Bayers gibt es Glückwünsche von Brandenburgs Ministerpräsidenten. Dass die Laudatio in Sachen der Bayerschen Modegeschäfte von einer Frau, nämlich der Bundestagsabgeordneten Dagmar Ziegler (SPD), kommt, verwundert eigentlich nicht.

Apropos Mode: Für Damen wie Herren ist der Ball im festlichen Ambiente der alten Ölmühle die Gelegenheit, wieder einmal Abendgarderobe auszuführen. Vielfach, aber nicht ausschließlich erscheint die Weiblichkeit in Lang. Aber auch schicke kurze Kleider sorgen für Furore. Ein langes Schwarzes hat die Moderatorin des Abends, Petra Ferch, gewählt und gefällt damit augenscheinlich auch dem smarten Entertainer Lars Redlich. Auf dem Keyboard, singend und plaudernd bringt der Allroundkünstler die Gäste in Balllaune. Dann wird es wieder ernster. Beim Rückblick auf das für die Prignitz insgesamt gute Jahr 2013 ist auch die Juniflut ein Thema. Ministerpräsident Woidke spricht vom Einsatz der Prignitzer für ihre Heimat, sagt, wie er von dem Gemeinsinn, den er in jenen Tagen erlebte, beeindruckt ist. Die A 14 spricht der Ministerpräsident in seinen Grußworten nicht an. Im Auftrag der Wirtschaft hat Petra Ferch ihm bereits zuvor auf den Weg gegeben, wie dringend Unternehmen hier den zügigen der Autobahn durch Brandenburg einschließlich des neuralgischen Bereichs Wittenberge für ihre Entwicklung benötigen.

Dass die Ballgespräche nicht allein privater Natur und von Komplimenten bestimmt sind, liegt auf der Hand, wenn sich an die 240 Wirtschaftsleute mit Landes-, Kreis- und Stadtpolitikern in entspannter Atmosphäre treffen. „Ich habe lange nicht mit dem Bürgermeister gesnackt, treffe hier bestimmt auch Kunden. So ein Ball ist eine gute Gelegenheit für gute Gespräche mit Wirtschaftsleuten“, bekennt Heinrich Ahlers. Der Vertreter der Hamburger Buss Port Logistics GmbH & Co. KG ist direkt von einer der weltgrößten Transportmessen in Moskau, wie er sagt, nach Wittenberge gekommen. Die Buss Port Logistics GmbH ist Gesellschafter des Wittenberger Elbeport. „Und der ist für uns ein wichtiger Standort wie auch der Hafen Wustermark, so Ahlers.


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erstellt am 28.Apr.2014 | 08:00 Uhr

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