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Einwohnerversammlung Lübzow : Wirrwarr der Hausnummern

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadt will Lübzowern Lösungsvorschlag unterbreiten – versprochen!

von
erstellt am 09.Jan.2015 | 08:00 Uhr

Dorfstraße 22? Auf diese Frage erntet man selbst bei den Lübzowern oftmals nur ein Schulterzucken. „Sagen Sie mir, zu wem Sie wollen und ich kann Ihnen sagen, wo er wohnt.“ Mattias Bochin sprach das Thema auf der Einwohnerversammlung am Mittwochabend in Lübzow an. Zum wiederholten Mal, wie er betonte, denn geändert habe sich an dem Wirrwarr der Hausnummern in Lübzow bis dato nichts.

Die Dorfstraße 22 sei nur ein Beispiel. Nach welchem System in Lübzow die Hausnummern vergeben wurden, das vermag niemand mehr nachzuvollziehen. Die Nummerierungen wechselten immer mal wieder, „wurde zu DDR-Zeiten gebaut, erhielt man mit der Genehmigung auch gleich die Hausnummer“, berichtet ein Lübzower. Und so folgte alsbald einer Einstelligen eine Zweistellige ohne erkennbaren Grund. Erstaunlich aber, die Post komme an. „Bestimmt, weil die Postboten die Leute kennen“, räumte Bürgermeister Fred Fischer ein, der sich allerdings nicht davon überzeugt gab, dass Hausnummern in einer Straße gleich mehrfach, zumindest aber doppelt hier vergeben sind. Ein Umstand, der problematisch werden könnte, wie Mattias Bochin zu bedenken gab, nämlich dann, wenn beispielsweise der Rettungsdienst gerufen wird. Kennen die Fahrer die örtlichen Gegebenheiten, dann dürfte Hilfe schnell kommen, ansonsten beginne das große Suchen. Abhängig von der Tageszeit könnte das unter Umständen sehr zeitraubend werden, Zeit, die im Ernstfall fehlen könnte.

Fischer sicherte zu, dass man die Angelegenheit mitnehme und überprüfe. „Wie schon auf der vergangenen Einwohnerversammlung versprochen“, kam sogleich der Einwurf. Die Anregung der Lübzower, seitens der Kommune einen Vorschlag zu unterbreiten, wie das Wirrwarr in geordnete Bahnen gelenkt werden könne, griff Sandra Saffran vom Bauamt der Stadt auf. Sie versprach, das Problem im Auge zu behalten und schnellstmöglich eine Lösung anzubieten, einschließlich anfallender Kosten. Denn mit denen müssen die Betroffenen rechnen. Ein Umstand, der allerdings auch zum Problem werden könnte, räumten die Lübzower selbst ein. Unterm Strich einigte man sich darauf, die Stadt erarbeite einen Vorschlag hinsichtlich einer künftigen Hausnummerierung. Was nicht schwierig sein sollte, gehe es hier doch nicht um eine Straßenumbenennung, so Sandra Saffran. Bevor und ob der Vorschlag dann aber umgesetzt werde, da haben die Lübzower das Wort. 

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