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Der Prignitzer

20. November 2017 | 10:52 Uhr

Wird der "Repo" weiblich?

vom

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erstellt am 22.Apr.2013 | 07:00 Uhr

Glöwen / Plattenburg | Revierpolizist Erhard Schulz ist eine Institution in der Gemeinde Plattenburg. Seit 20 Jahren arbeitet er als Revierpolizist - zunächst erst im Amt, später in der Gemeinde Plattenburg. Ende Juni geht er in den Ruhestand, obwohl er dieses Wort gar nicht mag: "Das heißt Pension. Ruhestand wird das nicht. Ich habe zu Hause genug zu tun mit Haus, Hof und Tieren und dann ist da noch das Grundstück am Plauer See, wo es auch immer etwas zu tun gibt.

Also mit Ruhestand wird da nicht viel werden", stellt Schulz klar. Bianca Krege aus Kehrberg (Gemeinde Groß Pankow) möchte gern die Nachfolge von Erhard Schulz antreten und Revierpolizistin (Repo) werden. "Ich habe mein Interesse mehrfach bekundet, bisher ist aber noch nichts entschieden", sagt Krege. Dennoch ist sie seit Anfang April an der Seite von Erhard Schulz in der Gemeinde Plattenburg unterwegs, macht quasi ein Praktikum beim Repo für den Fall, dass sie die Stelle bekommen sollte. "Wir waren schon in den Schulen, in den Kindergärten, haben uns die größeren Unternehmen und Landwirtschaftsbetriebe angeschaut", zählt Schulz auf.

Bianca Krege ist die Gemeinde Plattenburg nicht unbekannt. Mit der Glöwener Grundschule arbeitete sie von 2000 bis 2002 bei den Radfahrprüfungen eng zusammen. Anschließend, bis 2011, war Bianca Krege für die Pressearbeit im Schutzbereich Prignitz zuständig. Seit 2011 ist sie im Wach- und Wechseldienst der Prignitzer Polizei tätig. "Ich arbeite gern mit den Menschen, mag den direkten Kontakt zu den Einwohnern. Das macht wir immer noch Spaß", so Krege.

Die Arbeit als Revierpolizist habe sich in den letzten Jahren verändert, räumt Erhard Schulz ein. Die Zahl der Anzeigen ging deutlich zurück. Gab es Anfang der 90er Jahre pro Jahr etwa 400 Anzeigen in der Gemeinde Plattenburg, seien es zurzeit nur noch etwa 150. Auch die Zahl der Verkehrsunfälle sinke deutlich, so Schulz. Dennoch gebe es noch immer viel zu tun. Seine wichtigsten Projekte waren die Seniorensicherheitspartnerschaft, das Projekt Unfallflucht sowie die Zusammenarbeit mit Oberschule und Jugendclub. "Ich habe zu den Glöwenern, aber auch zu den anderen Einwohnern ein vertrauensvolles Verhältnis, pflege eine gute Kooperation und möchte mich an dieser Stelle dafür bedanken", sagt Schulz. Bianca Krege könne er sich als mögliche Nachfolgerin sehr gut vorstellen. Die Entscheidung darüber werde aber woanders getroffen, nicht in der Prignitz.

Bianca Krege geht bis zu einer Entscheidung weiter auf Tuchfühlung mit den Einwohnern in der Gemeinde und wird noch so manchen wichtigen Hinweis von Erhard Schulz für den möglichen künftigen Berufsweg bekommen.

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