Lebenswerte Prignitz : Wir wollen mit Ihnen in die Top Ten

Das wird unsere Antwort auf die Prognos-Studie: Verraten Sie uns Ihre Gründe für eine lebenswerte Prignitz

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07. März 2014, 22:00 Uhr

Jetzt ist Schluss mit der kollektiven Depression. Die Prignitz ist nicht länger das Schlusslicht unter allen 402 deutschen Landkreisen, wenn es um die Zukunftsaussichten geht. Unsere Zeitung möchte zusammen mit Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, Gründe präsentieren, warum unsere Heimat lebenswert ist.

Anlass für unsere neue Serie ist die im Spätherbst vorgestellte Studie des Instituts Prognos mit Hauptsitz in Basel. Im Zukunftsatlas 2013, den Prognos alle drei Jahre neu erstellt, wird der Prignitz eine düstere Zukunft bescheinigt. Die demografische Entwicklung: niederschmetternd. Arbeitsmarkt und Innovationskraft: stagnierend auf niedrigem Niveau. Der Wohlstand: im letzten Sechstel der Tabelle. Das sind nur einige der 29 bewerteten Faktoren. Statt Chancen gibt es Risiken, statt Dynamik herrscht Stillstand – so das Ergebnis der Wissenschaftler.

Wir Menschen hier vor Ort sehen das anders. Das zeigten Reaktionen aus Politik, Wirtschaft, Familie und Freundeskreis nach unserer Veröffentlichung. Deshalb haben wir uns entschieden, gemeinsam mit Ihnen auf die Studie zu antworten. Mit jedem genannten Grund rücken wir in unserem Ranking um einen Platz vor. Den Auftakt machen heute Redakteure unserer Zeitung.

Einige meiner Freunde leben in Regionen, die laut Prognos einen Top-Ten-Platz belegen. Es sind Kreise, in denen Mitarbeiter des Arbeitsamtes um ihre Jobs bangen, weil es de facto Vollbeschäftigung gibt. Die Kommunen dort reden nicht über Sparkonzepte, sondern investieren das aus diversen Quellen reichlich fließende Geld. Manchmal bin ich neidisch, aber ganz schnell freue ich mich wieder.

900 Meter liegen zwischen meinem Heim und meiner Arbeitsstelle. Selbst im Schlenderschritt brauche ich maximal zehn Minuten. Bei einem durchschnittlich zehnstündigen Arbeitstag, bei Sonn- und Feiertagsdiensten ist das für mich ein unschlagbarer Vorteil, den ich genieße. Meine Freunde im fernen Süden sind teilweise bis zu drei Stunden täglich mit Auto oder ÖPNV unterwegs. Diese Zeit spare ich für meine Familie. Das macht die Prignitz für mich lebenswert.

Viele Menschen verlassen die Prignitz aus beruflichen Gründen. Ich kam vorrangig aus beruflichen Gründen hierher. Obwohl ich in der Großstadt geboren und aufgewachsen bin, könnte ich heute in solchen Ballungsgebieten nicht mehr leben. Von daher freue ich mich, dass es im Herbst des vergangenen Jahres geklappt hatte, den Job beim „Prignitzer“ zu bekommen. Die trüben Wintermonate konnte ich zum Einarbeiten nutzen, doch ich freue mich auf das Frühjahr und den Sommer hier an der Elbe, um auch fernab des Jobs die touristischen Sehenswürdigkeiten zu erkunden.

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