zur Navigation springen

Spende vor Weihnachten : „Wir sind die Familie“

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wemag spendet 1500 Euro an Lebenshilfe-Wohnstätte im Guthaus Retzin.

von
erstellt am 17.Dez.2014 | 12:00 Uhr

Bescherung war im Guthaus Retzin schon eine gute Woche vor dem eigentlichen Termin, nämlich gestern. Der Energieversorger Wemag überbrachte einen symbolischen Scheck in Höhe von 1500 Euro. Einrichtungsleiterin Anja Stolzki und Susanne Meffert, Geschäftsführerin des Lebenshilfe-Landesverbandes Brandenburg e. V., der der Träger der Wohnstätte ist, haben gut Verwendungsmöglichkeiten: „Wir investieren einen Teil in unseren Sinnesgarten, der gerade entsteht, und einen weiteren Teil in die Anschaffung eines Motomeds, das ist ein Heimtrainer für Menschen mit Behinderungen und für ältere Personen“, sagt Anja Stolzki. Im Garten sollen u. a. noch ein Barfußpfad angelegt und ein Gewächshaus errichtet werden. Das Motomed wird gute Dienste leisten beim Erhalt der körperlichen Fähigkeiten der 23 Bewohner. Deren Durchschnittsalter, so Anja Stolzki, betrage inzwischen 60 Jahre. Sieben von ihnen sind körperlich und altersmäßig in der Lage, einer Beschäftigung in der Lebenshilfe-Werkstatt in Pritzwalk nachzugehen. Die anderen 16 Bewohner nehmen Angebote in der Tagesbeschäftigung im und am Gutshaus wahr – im Kreativ- und im Hauswirtschaftsbereich sowie im Garten und bei der Holzbearbeitung in der Werkstatt. Letztere kann jetzt auch in der kalten Jahreszeit gut genutzt werden, dank einer Dachdämmung, neuer Fenster und überarbeiteter Fußböden. Alles Ergebnisse aus der Arbeit in diesem Jahr.

Um Einrichtungen, wie die in Retzin mit Leben zu erfüllen und den Bewohnern qualifizierte Betreuung zukommen zu lassen, sei der Lebenshilfe-Landesverband auf Spenden und andere Zuwendungen angewiesen, machte Susanne Meffert deutlich. Die Spende sei hier gut angelegt, meinte Wemag-Vorstandsmitglied Thomas Pätzold.

Schon zum dritten Mal nahm der kommunale Energieversorger die Vorweihnachtszeit zum Anlass, um an gemeinnützige Einrichtungen und Initiativen im Versorgungsgebiet zu spenden, anstatt Geschäftspartnern und Kunden zu Weihnachten kleine Geschenke zu überreichen. „Hier wird das Geld dringender gebraucht“, so Pätzold.

Das sehen auch die 29 Mitarbeiter im Gutshaus nicht anders. Sie sind rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr, für ihre erwachsenen Schützlinge da und sind zudem Ersatz für das fehlende eigene Zuhause. „Wir sind ihre Familie“, formuliert es Susanne Meffert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen