Blitzeinschlag in Wittenberger Einfamilienhaus : „Wir haben so viel Hilfe erfahren“

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Roland und Christiane Beer bedanken sich für die viele Unterstützung, nachdem ihr Haus ein Opfer von Flammen wurde.

svz.de von
19. Juli 2014, 08:00 Uhr

Vor fünf Wochen nahm das Leben von Roland und Christiane Beer eine dramatische Wende. Als das Ehepaar am Pfingstmontag auf dem Weg zur Tochter nach Hannover ist, schlägt der Blitz in ihr Einfamilienhaus ein. Das Eigenheim ist eine Ruine. Beers besitzen nur noch das, was sie für den Kurztripp eingepackt hatten.

„Natürlich drückt es aufs Herz, wenn man sieht, dass alles verloren ist“, sagt Christiane Beer, als der „Prignitzer“ das Ehepaar in dieser Woche trifft. Es beeindruckt, wie Beers mit dem Unglück umgehen, wie sie nach vorn schauen, tatkräftig die vielen Dinge anpacken, die zur Organisation ihres so total veränderten Alltags gehören. Beers sagen: „Wir hatten noch großes Glück. Normalerweise hätten wir zu der Zeit, als der Blitz einschlug, beim Frühstück gesessen. Unser Schicksal wäre besiegelt gewesen.“

Zu den Dingen, die die Familie Beer jetzt unbedingt erledigen möchte, gehört ein riesiges Dankeschön: „Wir haben so viel Hilfe erfahren“, sagt das Paar. Eine solche Unterstützung , das sei in dem Umfang nun wirklich nicht selbstverständlich. Ob Kinder, Verwandte und Bekannte, „Sie alle waren für uns da in den schweren Stunden nach dem Brand“.

13 Jahre lang haben Roland und Christiane Beer in dem schmucken Haus in der Paul-Lincke-Straße gelebt. Seit rund vier Wochen wohnen sie in der Straße der Einheit, sind Mieter bei der Wohnungsgenossenschaft „Elbstrom“. „Dem geschäftsführenden WGE-Vorsitzenden Karsten Korup und seinen Mitarbeitern gilt unser großer Dank“, sagen Beers.

Aber der Reihe nach: Als das Ehepaar nach dem Brand ein Dach über dem Kopf benötigte, nahmen die Nachbarn Marina und Roland Sasse sie sofort bei sich auf. „Diese liebevolle Unterstützung hat so gut getan.“ Die Betreuung und Versorgung von Hummel, dem geliebten Familienhund der Beers, übernahm Nachbarin Ingrid Scharnewski. Selbstverständlich hatten auch die Kinder angeboten, die Eltern aufzunehmen. „Aber wir konnten doch keinesfalls weg aus Wittenberge.

Für ein wohnliches Zuhause auf Zeit hat dann die WGE gesorgt. „Schnell, unkompliziert und mit sehr viel Herz“, charakterisieren die Beers den Einsatz der Genossenschaft. Der Vermieter habe nicht nur umgehend eine Wohnung hergerichtet, sondern auch bei der Beschaffung von Möbeln geholfen. Diese konnten sich die Beers im Lager der Perleberger Awo aussuchen. „Auch die Awo-Mitarbeiter waren sehr zuvorkommend. Herr Lamprecht unterbrach sogar seinen Urlaub für uns“, zählt das Paar eine weitere positive Erfahrung auf. Die machte es auch mit der Firma Sloma, die über das normale Geschäftsgebaren hinaus der Familie bei der Anschaffung einer neuen Küche half. „Wir sind gut untergebracht und fühlen uns wohl“, sagt Christiane Beer. Trotzdem möchte die Familie mit ihrem Hund so bald wie möglich wieder umziehen. Bis dahin muss die Brandruine abgerissen und das neue Haus gebaut sein.

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