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Karstädt : Windräder gehen in die nächste Runde

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Planungsentwurf zur B-Plan-Änderung Windpark Karstädt überarbeitet.

von
erstellt am 12.Dez.2014 | 22:00 Uhr

„Es gab keine großen Einwände. Wir haben 16 Hinweise und Anregungen erhalten, die wir eingearbeitet haben“, informierte Karstädts Bauamtsleiter Christian Gadow die Gemeindevertretung. Dabei geht es um die Auswertung der Stellungnahmen der frühzeitigen Beteiligung der Behörden, der Träger öffentlicher Belange, Nachbargemeinden und Bürger zur Änderung des Bebauungsplanes für den Windpark Karstädt.

Denn dort plant die Denker & Wulf AG zu den bestehenden 15 Windkraftanlagen vier weitere Windräder – davon eines als Bürgerwindrad – zu bauen. Anfang Oktober wurde die frühzeitige Beteiligung eingeleitet. Bis zum 14. November hatten alle am Verfahren Beteiligten Zeit, schriftlich ihre Hinweise und Bedenken zum vorgelegten Planungsentwurf einzureichen. Von Karstädter Bürgern selbst kamen keine Einwände.

Anregungen und Hinweise zur Zuwegung, Anliefern der Windräder in den Nachtstunden, um den Verkehr so möglich wie wenig zu beeinträchtigen, sind schnell in den neuen Planungsentwurf eingearbeitet. Genauso wie die Beachtung der vorliegenden Versorgungsleitungen, dass diese nicht beschädigt werden.

Eine größere Hürde werden schon eher der Fortbestand von Fledermäusen und Brutvögeln sein. Das Planungsbüro K.K.-RegioPlan weist im Planungsentwurf daraufhin, dass die Untersuchung an Fledermäusen noch nicht abgeschlossen ist. Bislang wurden drei schlaggefährdete Fledermausarten im Untersuchungsgebiet nachgewiesen. Da die Untersuchungen laufen, können noch keine diesbezüglichen Vermeidungs- und Minimierungsmaßnahmen vorgeschlagen werden. Genau an diesem Punkt setzt das Landesamt für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz an, dass es eine Prüfung erst vornehmen kann, wenn die Kartierung abgeschlossen ist und der Endbericht vorliegt.

Der Planungsentwurf wurde mittlerweile aufgrund der Hinweise und Anregungen überarbeitet. Die Gemeindevertretung stimmte diesem am Donnerstag zu und beschloss, dass dieser erneut ausgelegt wird.

Das könnte möglicherweise bis Ende Januar geschehen, alle Beteiligten hätten dann wieder vier Wochen Zeit, ihre Stellungnahmen abzugeben, erklärte Bauamtsmitarbeiter Wolfgang Fritze. Danach erfolgt erneut eine Überarbeitung und wieder die Beschlüsse der Gemeindevertretung. Je nach Einwänden könnte eine weitere Beteiligung und Auslegung erforderlich werden.

 

 

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