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Der Prignitzer

15. Dezember 2017 | 01:56 Uhr

Windparks: Hoheit liegt vor Ort

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Gemeinde arbeitet ausschließlich mit B-Plänen

von
erstellt am 29.Sep.2014 | 22:19 Uhr

Wenn es in der Gemeinde Groß Pankow (Prignitz) um die Nutzung regenerativer Energien geht, arbeitet sie seit geraumer Zeit ausschließlich mit Bebauungsplänen. Dazu gibt es einen Grundsatzbeschluss. Die Verfahren sind zeit- und arbeitsaufwändig, sowohl für die Verwaltung als auch für die Abgeordneten in der Gemeindevertretung und nicht zuletzt für das in der Regel betreuende Büro Plankontor Stadt und Land GmbH.

Der Aufwand hat indes einen entscheidenden Vorteil: Alles, was beispielsweise bei der Errichtung von Windkraftanlagen – ein vordergründiges Thema nicht nur in dieser Gemeinde – von Belang ist, kann vor Ort im Detail gesteuert werden. Die Vorhaben kann man letztendlich so koordinieren, dass unter dem Strich alle damit leben können, machten die Planer und Bauamtsleiter Halldor Lugowski in der jüngsten Gemeindevertretersitzung deutlich. Hier wurde über vier Windparks beraten, in Klein Woltersdorf, Kuhbier und Kuhsdorf. Zudem kam kurzfristig das Vorhaben „Windpark Reckenthin“ auf die Tagesordnung. Dafür soll nun die erste Änderung des Bebauungsplanes Tüchen in Angriff genommen werden. Zuvor gibt es für dieses Gebiet eine so genannten Veränderungssperre – bis der B-Plan steht, in dem dann alles Wesentliche festgelegt wird.

Wichtig ist den Verantwortlichen in der Gemeinde, dass in jedem Fall und unbedingt Mindestabstände von einem Kilometer zwischen den künftig 200 Meter hohen Windrädern und der nächstgelegenen Wohnbebauung eingehalten werden. Das sei in anderen Bereichen der Prignitz und des Landes Brandenburg nicht überall der Fall, so die Fachplaner. Teilweise rücken die Anlagen den Wohnhäusern bis zu 500 Meter „auf den Pelz“. Naturschutzbelange spielen natürlich auch in der Gemeinde Groß Pankow bei der Planung solcher Gebiete eine wichtige Rolle – eine ebenso wichtige aber der Schutz des Menschen. Dabei sieht sich die Kommune nicht als „Bremse“ für derartige Investitionen. „Wir wollen unsere Windeignungsgebiete entwickeln“, bringt es Halldor Lugowski auf den Punkt. Die Betonung legt er dabei auf das Wörtchen „wir“.


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