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Der Prignitzer

23. November 2017 | 02:52 Uhr

Bürgerwindrad : Wind behindert Windrad

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bau der ersten Anlage kämpft gegen winterliche Witterung. Informationsveranstaltung zum Bürgerwindrad Karstädt für März geplant

von
erstellt am 11.Feb.2017 | 09:11 Uhr

„Ich schaue jeden Tag auf die Wetter-App, entscheidend sind aber für uns die Windvorhersagen“, sagt Michael Menger, Projektleiter bei der Denker & Wulf AG, die derzeit neue Windkraftanlagen im Windpark Karstädt errichten lässt.

Man kann Tag für Tag sehen, wie die erste Anlage wächst. „Die niedrigen Temperaturen und teilweise hohen Windgeschwindigkeiten sind eine Herausforderung für Mensch und Material. Eine Kabelverlegung in den Anlagen ist beispielsweise nur bei plus fünf Grad Celsius möglich. Daher wärmen Heizlüfter das Turminnere, solange keine Spannungsversorgung durch das öffentliche Stromnetz möglich ist. Bei Windgeschwindigkeiten über 9m/s finden aus Sicherheitsgründen keine Kranarbeiten statt“, erklärte Menger auf Nachfrage weiter und ergänzt: „Aufgrund der Witterung liegen wir derzeit acht Werktage hinter dem ursprünglichen Zeitplan.“

Nacheinander werden derzeit die beiden Anlagen Richtung B 5 gebaut. Beim ersten ist der Turm bereits gut erkennbar, die Rotorblätter liegen schon parat. Die Bauteile für das zweite Windrad in diesem Bereich liegen ebenfalls schon parat. „Die Windenergieanlagen werden parallel angeliefert, aber nacheinander errichtet“, so Menger

Apropos Anlieferung, wie erfolgt diese? Dazu erklärt der Projektleiter: „Die Komponenten werden über die A14 und B5 transportiert, mit Polizeieskorte und BF3-Begleitfahrzeugen. Absperrungen und Ausbaumaßnahmen finden sich im Bereich von Kurven und Kreisverkehren. Die Anlieferung erfolgt mit Nachttransporten.“

Wenn die beiden Windkraftanlagen stehen, werden die beiden Anlagen auf der gegenüberliegen Seite in Angriff genommen. „Da werden wir voraussichtlich Anfang März beginnen“, so Menger. Und dort wird bekanntlich das Bürgerwindrad entstehen.

An diesem können sich die Bürger der Gemeinde direkt an der Wertschöpfung der Anlage beteiligen und vom Gewinn profitieren. Hierzu wird derzeit das Anlageprospekt von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) geprüft.

„In dieser Phase ist es vom BaFin untersagt, Zahlen zu Rendite oder jährlicher Ausschüttung mitzuteilen“, so Menger, der damit rechnet, dass das Prospekt Ende Februar von der BaFin genehmigt wird. „Wir planen eine Infoveranstaltung und die Vorstellung für die Öffentlichkeit dazu im März“, so Menger. Der Termin stehe noch nicht fest.  

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