Musik : Willkommen zur 18. Lotte-Lehmann-Woche

Fototermin am Gymnasium: Teilnehmer, Dozenten und mitten drin Bürgermeisterin Annett Jura, die alle willkommen hieß.
Fototermin am Gymnasium: Teilnehmer, Dozenten und mitten drin Bürgermeisterin Annett Jura, die alle willkommen hieß.

Ouvertüre gestern für 30 Teilnehmer der Woche, Finale für den Sommerkurs der Akademie

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21. August 2015, 11:54 Uhr

Aus China, den USA, ganz Deutschland und dabei natürlich auch aus der Region kommen die Teilnehmer der 18. Lotte-Lehmann-Woche. Für sie war es gestern die Ouvertüre, für die Akademieteilnehmer das Finale.

Das erste Mal dabei ist Georgia Friese. 15 Jahre alt, singt die junge Pritzwalkerin in zwei Bands. Ihr Musiklehrer habe sie auf die Lotte-Lehmann-Woche aufmerksam gemacht, bis dato sagte ihr diese nichts, gibt sie offen zu. Um so gespannter sei sie nun darauf, was hier passiert. Angst vor der eigenen Courage, „nein, die haben eher meine Eltern“, sagt sie mit einem Lächeln. Sie seien sehr bemüht, dass sie sich gesangliche fortbilde. Und genau das wolle sie hier, „viel lernen“.

Ebenfalls 15 Jahre alt ist Constanza Filler. Sie weiß allerdings schon, wie hier der Hase läuft. Für die junge Oranienburgerin, die später beruflich durchaus mit einer Gesangskarriere liebäugelt, der Grund, sich erneut für die Lotte-Lehmann-Woche einzuschreiben. „Hier lernt man total viel und bekommt ein Feedback sogar von international renommierten Dozenten.“ Und das war offensichtlich schon richtig gut, denn Constanza gehörte zu den Preisträgern des Sommerkurses 2014. Und dafür steht, dass sie in dieser einen Woche eine der größten Entwicklungen durchgemacht habe, fügt Angelo Raciti, Künstlerischer Leiter der Akademie und Woche, an. Denn honoriert werde genau dieses bei der Lotte-Lehmann-Woche und nicht, ob man gut singen könne. „Lieber richtig naturbelassen als falsch ausgebildet“, so Raciti. Auch jener, der ein Jahr vielleicht im Chor singe, könne ein Goldkehlchen haben.

Seit sie 13 Jahre alt ist singt Ulrike Meyer, inzwischen feierte sie bereits ihren 66. Geburtstag und ist damit die Seniorin wie sie selbst sagt, im Kurs. Von Vellert bei Essen ist sie nach Perleberg gekommen. Für sie ist Lotte Lehmann spätestens seit 1975 keine Unbekannte. Denn da kaufte sie sich eine Langspielplatte von der Sopranistin. Als sie dann vor zwei Jahren im Deutschlandfunk von Lotte Lehmann und Perleberg – eine Stadt voll Musik – hörte, da stand ihr Entschluss fest: Das muss ich mir ansehen. „Und da bin ich.“ Fasziniert sei sie schon mal, dass so eine kleine Stadt, die sicher nicht im Geld schwimme, so etwas Tolles biete. Die Kurse wolle sie vor allem nutzen, um zuzuhören, „denn stimmlich wird sich bei mir nichts mehr verändern“.

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