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Klassentreffen in Perleberg : Wiedersehen nach 50 Jahren

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs 1964 sowie Lehrer der Zentralschule Kleinow trafen sich zum Jubiläum in Perleberg.

svz.de von
erstellt am 03.Mai.2014 | 08:00 Uhr

„Ich habe mich sehr gefreut, dass es so etwas heute noch gibt. Ich habe sie fast alle wiedererkannt. Man erinnert sich mit Stolz an die Truppe. Sie alle haben sich in ihren Leistungen von der Schule in ihrem beruflichen Leben bestätigt“, sagte Ekkehard Böhm, der von 1957 bis 1992 Lehrer in Geographie an der Zentralschule Kleinow war. Am 1. Mai war es nun soweit, dass sich der Jahrgang wiedertraf, der vor 50 Jahren die Schule absolviert hatte. Im Jahr 2010 hatte sich ein kleiner Kreis schon mal nach so vielen Jahren in Bad Wilsnack zusammengefunden. Danach wurde die Idee zum Jubiläumstreffen geboren.

Und zu so einem feierlichen Anlass gehört natürlich auch ein feierlicher Rahmen. An edel gedeckten Tischen im Saal des „Deutschen Kaiser“ in Perleberg kamen fast alle der 17 ehemaligen Schülerinnen und Schüler mit ihren Ehepartnern sowie drei Lehrer zu dem Treffen nach einem halben Jahrhundert. „Es ist schön, dass so viele gekommen sind. Viele haben ganz lange Anfahrtswege. Ich wünsche allen einige nette Stunden mit vielen schönen Erinnerungen. Wir können sicher über einiges noch heute schmunzeln. Engel waren auch wir nicht“, begrüßte Renate Kaphingst, die heute in Herren Steinfeld bei Schwerin lebt, die illustre Runde. Die ehemaligen kamen aus Munster (Lüneburger Heide), Wismar, Magdeburg, Strausberg und der näheren Umgebung gern zu diesem großen Anlass. Renate Kaphingst war es auch, die zusammen mit Gudrun Romey das Treffen organisierte. „Über ein Jahr dauerte die Vorbereitung. Wir mussten erst einmal eine umfangreiche Adressenrecherche machen, und dann haben wir 14 ehemalige Mitschüler anschreiben können“, erzählte Gudrun Romey, die lange Jahre als Sekretärin beim Vorsitzenden des Rat des Kreises, Emil Daniel, tätig war. Die heutige Berlinerin, die nach der Wende bei der Deutschen Rentenversicherung Bund gearbeitet hat, ist eine von vielen, die aus der damaligen Abschlussklasse ihren Weg gemacht hat. So zum Beispiel auch Gudrun Hoffmann (Bürgermeisterin Kleinow), Christel Fiebiger (Abgeordnete im Europa-Parlament), Rainer Richard (selbstständiger Handwerksmeister) oder Manfred Theidig (Ingenieur und Techniker bei der Bahn).

„Nach heutigen Maßstäben war es damals ein Paradies für uns Lehrer. Es waren alle sehr gut erzogene junge Menschen. Ich kann mich nicht erinnern, dass es große Streitigkeiten zwischen den Schülern oder den Lehrern und Schülern oder Eltern und Lehrern gab“, so Peter Kruse, der der Klassenlehrer dieses Jahrgangs in der 6. und 7. Klasse war: „Es war meine erste Klasse. Vergessen habe ich sie nie. Das Gros habe ich wiedererkannt.“

Nach zwei Jahren in Kleinow ging er für vier Jahre nach Wittenberge und dann zurück in seine Heimat Wismar. Dort machten die beiden Organisatorinnen ihn auch ausfindig und „Sie haben mich angerufen und sogar zu Hause aufgesucht“, sagte Peter Kruse. So war es für ihn selbstverständlich, nach Perleberg zu kommen, um zu sehen, was aus seinen ehemaligen Schülern geworden ist.


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