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Der Prignitzer

22. Oktober 2017 | 01:22 Uhr

Wieder Leben im alten Bw?

vom

svz.de von
erstellt am 15.Sep.2010 | 07:31 Uhr

Wittenberge | Auf den Gleisen im ehemaligen Bahnbetriebswerk Wittenberge werden in absehbarer Zeit möglicherweise wieder Züge rollen. Auf seiner Sitzung am Dienstagabend nahm der Bauausschuss einen Beschlussvorschlag zur Entwicklung des südlichen Bahngeländes einschließlich des Stellwerkes Wm, des Pförtnerhauses, des Lokschuppens 2, denkmalgeschützter Funktionsgebäude und der dazu gehörigen Außenanlagen einstimmig an.

Konkret sind in diesem Vorschlag mehrere Schwerpunkte formuliert, die ab 2011 in Angriff genommen werden. So sollen das denkmalgeschützte Ensemble als östlicher Abschluss der Innenstadt erhalten und gleichzeitig die Bahn und Bahngeschichte in der Stadt verstärkt präsentiert werden. Außerdem sind die Gebäude im Bahnhofsumfeld zu nutzen, um Leerstand und Verfall zu verhindern.

"Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und touristischen Entwicklung der Stadt hat das alte Bahnbetriebswerk viel Potenzial", erklärt Hubert Mackel vom städtischen Bauamt. "Der Güterboden bietet einen perfekten Übergang von der Straße zur Schiene, und die Gleise 35 und 36 sind in Bezug auf den Hafenausbau interessant, denn hier haben wir die Möglichkeit, Abstellflächen zu verpachten." Diese Nutzung hält Dr. Eckhardt Stübner von der Hafenbetriebsgesellschaft ElbePort für durchaus realistisch. "Aktuell reichen die Gleisanlagen im Hafen aus, doch wenn der Umschlag steigt, brauchen wir definitiv mehr Gleis."

Lokschuppen-Verein hält sich bedeckt

Beim Verein historischer Lokschuppen hält man sich mit euphorischer Freude noch zurück. "Es ist natürlich gut, wenn die Stadt hier etwas entwickeln möchte, aber wir wissen noch nichts Konkretes", sagte der Vereinsvorsitzende Klaus Ludwig auf "Prignitzer"-Nachfrage.

Die Kosten für die geplanten Maßnahmen werden auf rund 2,6 Millionen Euro geschätzt. Davon kommen knapp 1,9 Millionen aus EU-Töpfen, 239 000 Euro aus dem Stadtumbau Ost. Der kommunale Eigenanteil beläuft sich auf rund 478 000 Euro. Die Nutzung des Areals ist Teil des integrierten Stadtentwicklungskonzepts (INSEK), das bereits Ende September 2007 von der Stadtverordnetenver sammlung beschlossen wurde.

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