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Feuerwehr Weisen : Wieder eine zweite Kettensäge

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Weisener Feuerwehr mit beeindruckendem Engagement - Probleme mit dem Bürgermeister erst zum Teil ausgeräumt

von
erstellt am 29.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Die Freiwillige Feuerwehr Weisen besitzt seit Freitagabend wieder eine zweite einsatztüchtige Motorsäge. Der Förderverein übergab das 900 Euro teure Gerät, das aus Spenden von Firmen der Gemeinde bezahlt wurde, bei der Jahreshauptversammlung an Ortswehrführer Dietmar Schulze. Damit konnte ein Streitpunkt mit Bürgermeister David Leu ausgeräumt werden. Bei einem Einbruch im Gerätehaus war 2015 eine der zwei Motorsägen der Wehr gestohlen worden. Der Bürgermeister kaufte vom Versicherungsgeld ohne Absprache ein aus Sicht der Feuerwehr ungeeignetes Gerät.

Die 49 Kameraden absolvierten im Vorjahr 14 Einsätze und leisteten 2390 freiwillige Stunden, waren beim Herbstputz und anderen Aktionen dabei. Zwei Kameraden wurden beim Austrotherm-Großbrand verletzt. Immer waren mindestens neun und oft noch mehr Kameraden zur Stelle, wenn die Wehr zum Einsatz gerufen wurde. Und mit Nico Ziegler hat erstmals ein Kamerad aus Weisen in Vorjahr die Zugführerausbildung absolviert. Eine Würdigung des Engagements waren vier Beförderungen.

Die Jugendfeuerwehr verwies auf viele Ausbildungsstunden, Rang drei beim Kreisvergleich im Feuerwehrsport, Aktivitäten beim Herbstputz und das Weihnachtsbaumverbrennen.

„Beim Dank des Bürgermeisters am Jahresende für das ehrenamtliche Engagement in Weisen war nur von der Jugendwehr, nicht aber von der Feuerwehr die Rede“, kritisierte Bernd Wiechert. Auch dass der Bürgermeister und ein Gemeindevertreter im Januar die von Sponsoren der Jugendfeuerwehr überlassenen 40 Holzpaletten für das Weihnachtsbaumverbrennen zum Bauhof bringen ließen und von dort nach langen Debatten nur 30 andere und zum Teil nasse Stücke zurückkamen, sorgte für Verstimmung. „Wenn Sponsoren sehen, dass ihre Spenden nicht ankommen oder zweckentfremdet werden, gefährdet das die Zusammenarbeit“, warnte Nico Ziegler vom Förderverein.

David Leu dankte den Kameraden für die hohe Dienstbeteiligung und die enorme Zahl ehrenamtlicher Stunden. Die Gemeinde werde sich weiter für den Brandschutz und die Beschaffung der notwendigen Ausrüstung einsetzen. Das Haushaltssicherungskonzept verringere dafür aber die Spielräume. Der Kauf der Säge durch den Förderverein sei daher eine willkommene Entlastung. Amtsdirektor Torsten Jacob riet den Kameraden, stärker die Mitwirkungsmöglichkeiten über den Feuerwehrausschuss der Gemeindevertretung zu nutzen.  

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