B5 bei Quitzow : Wieder Ampel statt Kreisel

Längst überfällig, die Sanieung der Kreuzung in Quitzow. 2015 ist Termin, wieder mit Ampel.
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Längst überfällig, die Sanieung der Kreuzung in Quitzow. 2015 ist Termin, wieder mit Ampel.

A 14-Verkehr Ende 2015 ab Karstädt auf B 5, Programmierung der neuen Lichtsignalanlage soll Fluss sichern.

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02. November 2014, 12:00 Uhr

Überall rollt der Verkehr – nur in Quitzow steht er. Seit Jahren ist die dortige Ampel ein einziges Ärgernis. Kaum fließt der Verkehr auf der B 5, dann schaltet sie wieder um und alles harrt der Dinge, die da kommen oder auch nicht. Linksabbieger haben grün, doch es gibt sie gar nicht, stattdessen wird die Gegenfahrbahn blockiert.

Ein Kreisel sollte die Lösung des Problems bringen. Wann er dann gebaut werde, das stand allerdings in den Sternen und nun gar vollends. Denn wie auf der Einwohnerversammlung in Quitzow vom Bauamt zu hören war, wird die Kreuzung demnächst saniert, aber mit Lichtsignalanlage.

Warum nun wieder eine Ampel, fragten gleich mehrere Leser. Der  „Prignitzer“ machte sich schlau, wandte sich ans Verkehrsministerium und das an den Landesbetrieb für Straßenwesen, der für die Planung und Entwicklung verantwortlich zeichnet.

Edgar Gaffry, Vorstand Planung und Bau, beruft sich auf die Wirtschaftlichkeitsuntersuchung, die jeglicher Entscheidung voraus ginge. Ein Kreisverkehr ist in der Anschaffung teuer, in der Unterhaltung möglicherweise preiswerter. Bei der Ampel verhalte es sich umgekehrt. Doch das seien nur zwei Aspekte. Die prognostizierten Verkehrsströme, die auf Dauer fließen, also auch, wenn die A 14 eine Entlastung bringt, wovon man ausgeht, sind ein entscheidender Faktor. Kurzum, es geht um die auf Lebenszeit betrachtete Wirtschaftlichkeit. Und die garantiere in diesem Fall eine Ampelanlage. „Ein Kreisverkehr ist nur günstiger, wenn auf allen vier Ästen der Verkehrsfluss gleich hoch ist. Auf der B5 ist der Lkw-Anteil zudem sehr groß, da hält die Decke eines Kreisels nicht sehr lange.“ All das werfe man in die Waagschale bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung, alles werde ordentlich nachgerechnet.

Ein Knackpunkt sei auch die A 14. Gegenwärtig sei noch nicht absehbar, wann der Ausbau weiter gehe, gebe es hier noch keine Aussagen zu einem möglichen Bauzeitraum, so Ralf Wegener, zuständig für die Planung beim Landesbetrieb für Straßenwesen, auf Redaktionsnachfrage. Derzeit erfolgt der Ausbau nur bis Karstädt. Das heißt, von der A 14 wird der Verkehr zwischen Karstädt und der Landesgrenze Sachsen-Anhalt dann auf die B 5 und weiter auf die B 189 geleitet.
„Damit wird die B 5 hochfrequentiert, muss diesen Verkehrsstrom aufnehmen und der muss fließen, so Wegener. „Das heißt, wir müssen ihn bevorteilen.“ Und das gehe nur mit einer Lichtsignalanlage. Über eine entsprechende Programmierung –längere Phasen für den Hauptverkehrsstrom – lasse sich das realisieren.

Ampel oder Kreisel – Handlungsbedarf an der Kreuzung sei auf jeden Fall gegeben, unterstreicht auch Frank Schmidt, Abteilungsleiter Planung/Entwurf des Landesbetriebs/Region West. „Die Steuerung und Schleifen sind völlig verschlissen. Die alte Anlage hat ihr Leben ausgehaucht.“ Die komplette Erneuerung der Kreuzung mit erweiterten Linksabbiegerspuren und optimierter Lichtsignalanlage heiße aber nicht, dass hier nicht eines Tages, wenn sich die Verkehrsströme ändern, ein Kreisel gebaut wird, fügt der Planungschef an. „Wir verbrauchen jetzt kein zusätzliches Land, was einem späteren Kreisel im Wege stehen könnte.“

Ende 2015 soll der Abschnitt A 14 bis Karstädt übergeben werden, „bis dahin muss auch die Sanierung der Kreuzung in Quitzow samt neuer Ampelanlage fertig sein. Wir sind jetzt in der Planung“, so abschließend Ralf Wegener.




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