Perleberg : Wie steht es um unsere Spielplätze?

Die Antwort reicht von gut bis – die Zeit gerade so überdauert – bzw. es gibt derartige Angebote gar nicht / Ideen für Neues sind da

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16. Juni 2015, 22:00 Uhr

Wie steht es um die Spielplätze bzw. die Freizeitanlagen für die etwas Größeren in der Stadt? Diese Frage beschäftigte auch die Mitglieder des Kulturausschusses.

Zehn öffentliche Spielplätze gibt es in der Stadt und weitere acht in den Ortsteilen. Letztere sind entweder ausgestattet mit Spielgeräten oder als Bolzplatz angelegt. Hier und da gebe es auch beides, ist von Antje Hartwig vom Umweltamt zu erfahren. In Quitzow beispielsweise entstand ein dörflicher Treffpunkt, der Entsprechendes auch für den Nachwuchs von klein bis größer anbiete. Und während auch Düpow und Dergenthin dahingehend gut ausgestattet sind, gebe es in Groß Linde, Gramzow und Wüsten Buchholz nichts dergleichen. Auch in Groß Buchholz bestehe Bedarf hinsichtlich eines kleinen Spielplatzes, möglichst in Kombination mit einem Treff fürs Dorf. Die Schönfelder haben einen Bolzplatz, der gern und gut angenommen werde, hinter einem dörflichen Treff steht allerdings noch ein Fragezeichen. In Lübzow gibt es einen gut ausgestatteten, bedarfsgerechten Spielplatz, ein Bolzplatz, der ebenso gewünscht werde und angebracht sei, aber fehle.

Für Perleberg selbst könne man sagen, so Antje Hartwig, dass unterschiedliche Spiel- und Sportangebote – über die ganze Stadt verteilt – vorhanden sind. Von der Ausstattung sind sie aber ebenso unterschiedlich – sprich von modern bis „die Zeiten geradeso überdauert“. Für Letzteres stehe der im Birkenweg. Er stamme noch aus DDR-Zeiten, die Kletterkombi mit Sandkasten genieße Bestandsschutz. Der an der Rolandschule sei ausbaufähig, um es vornehm auszudrücken. Hier gebe es aber schon bestimmte Vorstellungen, so die Umweltfachfrau. Gleiches gilt für den Hagen – übrigens ein Projekt des Stadt-Umland-Wettbewerbs, geht das Ansinnen doch in die Richtung, die Aufenthaltsqualität mitten im Grünen zu verbessern, einfach dass es mehr Menschen anspreche – Kind, Jugendlicher, Eltern, die Gymnasiasten, die hier gern auf der Wiese sitzen, aber auch die ältere Generation, die in Mutter Natur verweilen möchte. Die gekonnte Einbindung all dessen in das Gartendenkmal, das der Hagen ja verkörpert, das soll Ziel sein. Dringend erneuert werden muss der viel genutzte Spielplatz zwischen den Wohnblöcken in der Karl-Liebknecht-Straße, ebenso der in der Norderstedter Straße. Der Stadtbetriebshof hat hier regelmäßig zu tun, um zu richten, was eigentlich nicht mehr zu richten ist. Ein sehr schöner Spielplatz sei hingegen der im Meisenweg.

Etliche Spielplätze sind mittlerweile 20 Jahre alt, wie der in der Karl-Liebknecht-Straße. Und man merke den Unterschied. „Bei den später errichteten, wie dem im Meisenweg oder in Quitzow, hat man schon auf gutes Material geachtet, sprich haltbares Holz, Kunststoff oder Metall verwandt, wie es eben am besten zum Umfeld passt. Was in der Erde verankert wurde, erhielt sogenannte Pfostenschuhe“, ergänzt Antje Hartwig.

Thema bei Spielplätzen sind immer die Instandhaltung und Sauberkeit. Teilweise eine endlose Geschichte, weiß Holger Schelle, stellvertretender Leiter des Stadtbetriebshofes. Täglich werden die Plätze abgefahren und von den Hinterlassenschaften abendlicher Treffs gereinigt. Insbesondere die Skaterbahn, der Spielplatz im Berliner Weg, der im Hagen und der Bolzplatz an der Rolandschule sind die Problemkinder der Stadt.

Wöchentlich erfolge zudem eine sogenannte Sichtkontrollen durch den Stadtbetriebshof auf allen Spielplätzen und natürlich wird gemeldet, wenn wieder etwas zu Bruch gegangen ist, was dann repariert, wenn noch möglich, oder abgebaut bzw. ausgetauscht wird. Vierteljährlich sieht sich Holger Schelle selbst alle Anlagen, einschließlich der in den Einrichtungen, an. Einmal im Jahr kontrolliert die Berufsgenossenschaft.

Ideen, Freizeitanlagen vielleicht auszubauen und ihre Attraktivität zu erhöhen, die gebe es schon, sagt Antje Hartwig. Beispielsweise die Skateranlage zu erweitern und hier auch mehr für die Kleinen anzubieten. Doch alles hat auch seinen Preis, sprich, entsprechendes Geld muss eingeplant werden. Und darüber sprechen die Abgeordneten das letzte Wort.  

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