Sanierung der Landesstraße 13 : Wichtige Prignitzer Achse

Seit Jahrenmachen Anwohner auf die schlechten Verhältnisse der L13 auch im Bereich Karstädt und Postlin aufmerksam.
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Seit Jahrenmachen Anwohner auf die schlechten Verhältnisse der L13 auch im Bereich Karstädt und Postlin aufmerksam.

Landesstraße 13 von Meyenburg bis zur B 5 im Bereich Karstädt soll in den nächsten Jahren saniert werden

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23. März 2016, 05:00 Uhr

„Die Netzbedeutung der Landesstraße 13 ist in der Prignitz sehr hoch. Sie gehört zum Grundnetz und nicht zum Grünen Netz. Deshalb ist es klar, dass man an die Straße ran muss“, sagt Frank Schmidt, Regionalbereichsleiter des Landesbetriebs für Straßenwesen Brandenburg West. Das Land hat mittlerweile die L 13, die von Meyenburg bis an die B 5 im Bereich Karstädt führt, ins Visier genommen. „Über Planungen und Bau kann ich noch keine konkreten Angaben machen. Wir müssen abwarten, bis der Landeshaushalt für 2017 und 2018 steht“, so Schmidt. Aber er ließ sich zumindest darauf ein, dass diese Straße in den kommenden Jahren auf der Agenda steht und von der B 5 bis nach Meyenburg in mehreren Abschnitten saniert wird.

Die Karstädter und Postliner müssen sich zwar noch gedulden, doch zumindest wurde ihr langes Rufen nach einer Erneuerung erhört. Karstädts Ortsvorsteher Andre Lüdemann fasste noch einmal für den „Prignitzer“ zusammen. Eine erste Begehung durch den Ortsbeirat erfolgte am 18. April 2009. Im Sommer übergaben Postliner eine Petition mit 258 Unterschriften an die Gemeindevertretung Karstädt. Am 15. Oktober 2009 kam es zur Einwohnerversammlung in Postlin mit dem Vorschlag einer Ortsumfahrung – von Putlitz kommend – beginnend in Höhe der Karstädter Milchviehanlage.

Danach war erst einmal Schweigen im Walde, bis es am 24. Juni 2010 zur Einwohnerversammlung mit dem Landesstraßenbetrieb kam. Im September 2010 will der Regionale Wachstumskern die Straße als Schlüsselprojekt aufnehmen. Im selben Monat organisiert die Gemeinde eine Verkehrszählung. Das Land hat kein Geld dafür. Das Ergebnis, wie Lüdemann mitteilt: in zwölf Stunden 600 Lkw und 3000 Kraftfahrzeuge. Im Oktober 2010 erfolgt die Auswertung der Hinweisschreiben der Anlieger. Die größten Probleme, die sich dabei herauskristallisieren, sind: Lärmbelästigung und Risse an Gebäuden. Aber auch Wasserfontänen und Split an den Fenstern. Entlastung kommt etwas durch den Westprignitzer Trink- und Abwasserzweckverband (WTAZV), der die versackten Wasserschächte repariert. Im November 2010 geht eine Petition an den Landtag. Die einfache Rückantwort: Mittelkürzung bei Straßen , für Bildung und Wissenschaft.

Im Sommer 2012 erfolgt eine erneute Unterschriftensammlung von Anliegern. Der Wunsch: Geschwindigkeitsreduzierung bzw. den überörtlichen Schwerlastverkehr umzuleiten. Am 25. Oktober 2012 schreibt Karstädts Ortsvorsteher an die Gemeinde zur Lärmaktionsplanung.

Am 11. März 2013 kommt es zum Treffen mit Landtagsabgeordneten in Stavenow zu Zuständen der Landesstraßen in der Gemeinde. Seit Beginn der Beschwerden zählte der Stavenower Kreuzungsbereich ebenfalls ständig zu den Hinweisen durch Ortsbeirat und Gemeinde. Am 18. September 2013 schreibt Lüdemann an die SPD-Landtagsfraktion mit Androhung von Versammlungen unter freiem Himmel.

Wieder Schweigen im Walde, bis Ende 2015. Im Ort beginnen Gespräche, während der Erntezeit auf der Postliner Brücke Versammlungen anzukündigen. Die Stavenower wollten sich mit ihrem Kreuzungsbereich ebenfalls einbringen.

Am 10. März 2016 verkündet Bürgermeister Udo Staeck auf der Gemeindevertretersitzung, dass das Land in den nächsten Jahren die Planung und Sanierung der L13 in Angriff nimmt. „Es hat lange gedauert. Aber unsere Bemühungen zahlen sich irgendwann aus. Die Aktionen waren nicht umsonst“, betonten Lüdemann und Staeck unabhängig voneinander.

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