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Der Prignitzer

12. Dezember 2017 | 07:38 Uhr

Stadtumbau : WGW kauft Häuser zum Abriss

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Stadtumbau geht im Bereich der Schwimmhalle weiter / Plattenbau und Wohnheimruine sollen fallen

von
erstellt am 29.Okt.2015 | 12:00 Uhr

Interesse an dem seit Jahren unbewohnten Neubaublock gegenüber der Schwimmhalle hat die Wohnungsbaugesellschaft. Das Gebäude mit über 1000 Quadratmeter Innenraum verteilt auf rund 40 Wohnungen, soll dem Vernehmen nach der Bahn gehören. Diese hatte es für die Unterbringung von Mitarbeitern genutzt, bis sie es nach der Wende leer zog.

„Wir denken darüber nach, das Haus zu erwerben, um es abzureißen“, sagt WGW-Chef Torsten Diehn nach einem Vor-Ort-Termin in dieser Woche, „bei dem wir das Gebäude erstmals auch von Innen besichtigt haben“. Der große Plattenbau mit seinen loggiaartigen Balkonen macht von außen einen soliden Eindruck. Ganz anders das Innere, sagt Diehn. Sämtliche Technik sei ausgebaut.

Die Wohnungsbaugesellschaft trägt als 100prozentige Tochter der Kommune zu großen Teilen den Stadtumbau in Wittenberge mit. „In unserer Verantwortung für diesen Prozess hat unsere Gesellschaft bereits mehrere Wohnhäuser in Randlage erworben bzw. ersteigert, um sie rückzubauen. Denn die Stadt soll sich in ihrem Zentrum konzentrieren“, so der WGW-Geschäftsführer.

Zum Abriss erworben hatte die WGW das Plattenwohnhaus im Gehrenweg neben der Awo-Kita, die drei großen Wohnhäuser in der Bad Wilsnacker Chaussee vor dem alten Zellwoll-Gelände sowie das große Wohnhaus in der Weisener Straße schräg gegenüber dem Feuerwehrdepot. Diesen Stadtgestaltungsprozess wolle man jetzt im Bereich der Schwimmhalle fortsetzen, sagt Diehn. Geplant sei auch, das in unmittelbarer Nähe befindliche ehemalige Lehrlingswohnheim des Raw zu erwerben und abzureißen. Der Eigentümer hat das rund 20 Jahre leerstehende Gebäude zur Ruine verkommen lassen.

Nicht vorstellen kann sich Diehn derzeit, dass der besagte Neubaublock, den seine Gesellschaft jetzt erwerben möchte, reaktiviert wird, um ihn für die Unterbringung von Flüchtlingen zu nutzen. Dafür müssten schon sehr außergewöhnliche Umstände eintreten.  

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