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Der Prignitzer

25. November 2017 | 03:26 Uhr

Wenn es sein muss, wird B 189 gesperrt

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erstellt am 08.Feb.2012 | 07:58 Uhr

Kuhbier | Morgen Abend trifft sich der Ortsbeirat von Kuhbier um 18.30 Uhr in der Gaststätte "Schwedenschanze". Wichtigster Tagesordnungspunkt dürfte die Ortsumgehung sein, denn noch immer ist der Funktionsbauvertrag als Voraussetzung für den Baustart nicht unterzeichnet, sondern liegt beim Bundesverkehrsministerium zur Prüfung vor. Denn bei dieser Maßnahme handelt es sich mit der B 189 um eine Bundesstraße.

Trotzdem sieht Kerstin Finis-Keck, zuständige Niederlassungsleiterin des brandenburgischen Landesbetriebes für Straßenwesen, nicht schwarz. "Über die Wirtschaftlichkeit der Maßnahme ist bereits entschieden. Wir müssen auch nicht neu ausschreiben, sondern lediglich den Vertragsentwurf nach Prüfung nach modellieren", erklärte sie gestern auf "Prignitzer"-Nachfrage. Dann erfolge der Zuschlag. Die Zuschlagsfrist sei noch einmal bis zum 14. Februar verlängert worden. Der geplante erste Spatenstich könne also durchaus noch im März erfolgen, oder aber im April, gibt sie sich optimistisch. Das Land stehe hinter dieser Maßnahme, sobald vom Bundesverkehrsministerium grünes Licht kommt, würde man den Baustart forcieren. "Das ist dann ein überschaubarer Zeitraum", macht Finis-Keck deutlich. Entsprechende Vorarbeiten für den Bau der Ortsumgehung waren bereits 2011 erfolgt, auch die archäologische Untersuchung des Geländes, auf dem die neue Trasse errichtet werden soll.

Was die lange Prüfung durch das Bundesverkehrsministerium anbelangt, verweist die Niederlassungsleiterin darauf, dass man sich mit dem Funktionsbauvertrag für lange Zeit an ein Unternehmen binde, denn der Vertrag beinhalte, dass die bauausführende Firma für 30 Jahre die Instandhaltung der Straße übernehmen muss. "Da sind beispielsweise solche Fragen zu klären wie, welche Funktionsprüfungen nach wie vielen Jahren durchgeführt werden müssen", zählt Kerstin Finis-Keck ein Beispiel auf.

In Kuhbier hört man die Worte wohl, aber "nachdem wir nun schon seit rund 20 Jahren vertröstet werden, liegen einfach die Nerven blank", macht Ortsvorsteher Kurt Essel deutlich. Und das um so mehr, weil vor allem der Schwerlastverkehr in den vergangenen Jahr enorm zugenommen hat, sich täglich eine wahre Lkw-Lawine durch den Ort wälze, weil viele Spediteure die Autobahnmaut umgehen wollen, andererseits die Nord-Süd-Verbindungsautobahn fehlt. Die B 189 ist also an dieser Stelle ein verkehrstechnisches Nadelöhr. Stoppt man den Fluss und sperrt die Straße, ist das eine recht wirksame Methode, auf seine Probleme aufmerksam zu machen. Das haben die Kuhbierer schon getan und sind wieder dazu bereit, wenn es nötig wird. "Natürlich wird das dann alles ordentlich vorher mit der Polizei abgesprochen, denn es muss ja auch abgesperrt werden", versichert Essel. Auch darüber soll morgen Abend im Ortsbeirat gesprochen werden.

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