zur Navigation springen
Der Prignitzer

20. November 2017 | 14:51 Uhr

Wenn das Relief den Regenbogen küsst

vom

svz.de von
erstellt am 11.Mär.2011 | 06:51 Uhr

Perleberg | Wo bizarre Flächen von geschwungene Linien durchschnitten werden, Strukturen Symmetrie und Asymmetrie schaffen und sich die Farben von Rot über Orange, Gelb und Grün bis zu Blau und Violett ihren Raum erobern, ist nicht zwangsläufig ein Künstler mit abstrakten Ambitionen am Werk gewesen. Das beweist die Ausstellung "geo.top.art - Kunstgenie der Oberfläche" die seit Donnerstag im Gebäude der Kreisverwaltung in der Perleberger Bergstraße zu sehen ist.

Die beeindruckenden Bilder entstanden zufällig bei der Bearbeitung von Laser-Luftaufnahmen, die der Landesbetrieb für Landesvermessung und Geobasisinformation Brandenburg (LGB) seit einiger Zeit anfertigt, um digitale Geländemodelle, vor allem für den Natur- und Hochwasserschutz, zu erstellen.

"Die Idee war, aus den eigentlich stinklangweiligen topographischen Bildern, die nur aus Bits und Bytes bestehen, durch Einfärbungen der Höhenstufen interessante Grafiken zu schaffen", sagt Heinrich Tilly, Präsident des LGB. "Einige meiner technisch sehr versierten jungen Kollegen haben dann etwas mit den Farbreglern gespielt, und was dabei heraus kam, das hat uns alle fasziniert."

Insgesamt 16 der 31 Bilder zeigen Luftaufnahmen aus dem Landkreis Prignitz, "was auch damit zu tun hat, dass die Prignitz vor dem Hintergrund des Hochwasserschutzes in Brandenburg Vorreiter des Laserscanverfahrens war", wie Tilly erklärt. So sei es auch ein Dankeschön an den Landkreis für das Engagement im vorbeugenden Katastrophenschutz.

Stephanie Frey, beim LGB zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, sieht in der Ausstellung auch eine Möglichkeit, die sehr abstrakte Arbeit ihres Betriebes vorzustellen. "So finden die Bürger leichter einen Zugang zu dem, was wir machen. Und die Reaktionen sind immer die gleichen: Staunen über die Farben und raten, was unser Laser da wohl abgebildet hat."

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen