Tag der offenen Tür in Perleberg : Wenn alle gemeinsam anpacken

Öffneten kulinarische Türen in der Schulküche: Koch-AG-Leiterin Brigitte Jarchow, Jan Heinrich und seine Mutter Christine.
Öffneten kulinarische Türen in der Schulküche: Koch-AG-Leiterin Brigitte Jarchow, Jan Heinrich und seine Mutter Christine.

Friedrich-Gedike-Oberschule lud Interessierte zu einem Schnuppertag und informierte über Kooperation mit OSZ

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20. November 2017, 08:00 Uhr

Die Grundschulzeit endet, doch welche weiterführende Schulform ist die richtige für das eigene Kind? Eine Entscheidungshilfe kann sein, sich mit der pädagogischen Arbeit der in Betracht kommenden Häuser auseinanderzusetzen. So konnten es Schüler, Eltern oder einfach nur interessierte Prignitzer am Samstag an der Perleberger Friedrich-Gedike-Oberschule beim Tag der offenen Tür tun.

Nicht immer muss es ab Klasse 6 das Gymnasium sein, steht doch einem Abitur auch dann nichts im Wege, wenn der Schulweg an der Oberschule begann. Schuldirektorin Jutta Barfuß wird nicht müde, den Gästen bei der Vorstellung des Schulporträts zu erklären, dass die Kooperation mit dem OSZ in Wittenberge (wir berichteten in der vergangenen Woche) genau diese Chancen bietet. „Das ist kein kleines Abitur, man kann damit am Ende genauso Medizin studieren.“ Der Unterricht nehme frühzeitig sowohl den weiterführenden Schulbesuch am OSZ als auch die Berufsorientierung in den Blick.

Im Wahlpflichtunterricht beschreitet man neue Wege, unter anderem mit dem neuen Fach Gesellschaftswissenschaften, das den theoretischen Spagat zwischen Geschichte, Erdkunde und Politik wagt. In den Arbeitsgemeinschaften geht es dann am Donnerstag praktisch zu. Wie das aussieht, zeigten am Samstag in der Schulküche Koch-AG-Leiterin Brigitte Jarchow, der Achtklässler Jan und seine Mutter Christine Heinrich. Bei Glasnudelsalat, Gemüseplatte und Gebäck konnten sich die Besucher auch kulinarisch vom praxisbezogenen Profil der Schule überzeugen.

Derzeit arbeiten 29 Lehrer, eine Sonderpädagogin und zwei Sozialarbeiter am Haus. Die Oberschule ist geprägt von integrativen Klassen und bietet nach Unterrichtsschluss eine Ganztagesbetreuung in offener Form. Vom gemeinsamen Lernen haben sowohl Regelschüler als auch die 16 Kinder mit besonderem Förderbedarf etwas, ist sich Kira aus der 8. Klasse sicher: „Der Vorteil ist, dass die besseren den schwächeren helfen können. Das geht in beide Richtungen“, fasst sie zusammen. „Bei uns ist der Integrationsgedanke ganz fest verankert“, ergänzt Sonderpädagogin Iris Hirschberger.

Viel Bewegung wird auch weiterhin im Schulhaus sein. Im kommenden Jahr feiert die Gedike-Oberschule ihren 10. Namenstag, die Vorbereitungen dazu laufen bald an. Ein neuer Medienraum wird fertiggestellt, Freizeiträume werden erweitert. Zudem wird ab dem kommenden Schuljahr ein neuer Rahmenlehrplan für die Klassen 1 bis 10 im Land wirksam, auf den sich Lehrerkollegien einstellen müssen.

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