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Der Prignitzer

24. November 2017 | 01:21 Uhr

Weniger Unfälle, aber mehr Straftaten

vom

svz.de von
erstellt am 27.Mär.2012 | 09:26 Uhr

Prignitz | Die Zahl der Verkehrsunfälle im Landkreis ist so niedrig wie seit 20 Jahren nicht mehr: 2640 Unfälle verzeichnete die Polizeiinspektion Prignitz im vergangenen Jahr. "Das sind 11,4 Prozent weniger als 2010", informierte Peter Schröder, Leiter der Polizeiinspektion Prignitz, bei der gestrigen Auswertung der Verkehrsunfall- und Kriminalitätsstatistik für 2011.

Unfallschwerpunkte sind nach wie vor die Städte Perleberg, Wittenberge und Pritzwalk. Dort ereigneten sich mehr als die Hälfte aller registrierten Fälle. Erfreulich sei laut Schröder, dass es keine innerstädtischen Gefahrenschwerpunkte mehr gebe. Sorgen bereiten ihm allerdings die Radfahrer. So stieg die Zahl der Unfälle mit Verletzten, die durch Radfahrer verursacht waren, von 74 im Jahr 2010 auf 102. Als Konsequenz wolle die Polizei in den Städten künftig verstärkt Kontrollen durchführen, so Peter Schröder. Insbesondere die Fahrradstaffel der Polizei soll zum Einsatz kommen.

Relativ stabil ist hingegen die Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Mit 250 Fällen und 295 Verletzten stieg deren Zahl im Vergleich zum Vorjahr (233 Fälle, 294 Verletzte) nur leicht. Die Zahl der getöteten Personen sank indes von 8 auf 5. Bei den Hauptunfallursachen nehmen Wildtiere (2010: 906 Fälle), zu geringer Abstand und überhöhte Geschwindigkeit die vordersten Plätze ein. Unfälle, welche auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen sind, sanken um 55 Fälle auf 202 - eine Bilanz, die Schröder den polizeilichen Kontrollmaßnahmen zuschreibt. Unfälle, die Alkohol als Ursache hatten, bleiben mit 42 Fällen (41) relativ konstant.

Während die Verkehrsunfallbilanz weitestgehend positiv ausfällt, sieht es bei der Kriminalitätsentwicklung tendenziell weniger rosig aus: Mit 6312 erfassten Fällen weist diese eine leichte Steigerung gegenüber des Vorjahres (6203) auf. Die Aufklärungsquote bleibt mit 56,1 Prozent stabil. So konnten 2515 Tatverdächtige ermittelt werden. Peter Schröder äußerte sich zufrieden: "Der Fahndungserfolg ist nach wie vor deutlich höher als im Landesdurchschnitt." Dieser liegt derzeit bei 51 Prozent.

Mit einem Anteil von 39,3 Prozent an der Gesamtkriminalität stellt die häufigste Straftat erneut Diebstahlsdelikte dar. Diese sind damit ein Hauptproblem der Polizei. 137 Fälle mehr als 2010 (2354) wurden hier erfasst. Einen Trend nach oben stellt die Polizei hinsichtlich Diebstählen in bzw. aus Garagen und Carports fest. Hierbei ergibt sich eine Zunahme um 94 Fälle. Rückläufig ist hingegen die Zahl der Rohheitsdelikte. 815 Fälle (992) wurden hier registriert, darunter 523 Fälle von Körperverletzungen und 24 Raubüberfälle. 754 (92,5 Prozent) Delikte konnten in diesem Bereich aufgeklärt werden. Die Kfz-Kriminalität mit 601 Fällen hat sich um 10 Fälle reduziert. Kfz-Diebstähle haben sich zwar auf 58 (67) Fälle verringert, stehen aber auch weiterhin im Fokus der polizeilichen Arbeit. Zugenommen haben außerdem mit 326 Fällen (232) die Rauschgiftkriminalität und mit 70 Fällen (60) politisch motivierte Kriminalität.

Besonders in Anspruch genommen wurde die Polizei im vergangenen Jahr von einer Serie von insgesamt sieben schweren Brandstiftungen. Im Februar 2012 gelang es, einen Tatverdächtigen festzunehmen.

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