Blitzer-Statistik : Weniger Raser – weniger Geld

Die meisten Raser-Fotos machte 2013 der Blitzer an der B 5 bei Schönfeld.
Die meisten Raser-Fotos machte 2013 der Blitzer an der B 5 bei Schönfeld.

Einnahmen aus Geschwindigkeitskontrollen liegen mit 1,2 Millionen Euro für 2013 unter den Erwartungen / Blitzer bei Schönfeld Spitzenreiter

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19. März 2014, 08:00 Uhr

Die Einnahmen aus Geschwindigkeitskontrollen im Landkreis Prignitz lagen im vergangenen Jahr mit rund 1,2 Millionen Euro etwa 100 000 Euro unter den Erwartungen.

Als Ursache sieht die Bußgeldstelle des Kreises insbesondere das Hochwasser im Juni vorigen Jahres. So waren laut Sachbereichsleiterin Nancy Wagener einige Straßen im Hochwassergebiet während dieser Zeit nicht befahrbar. Auch der stationäre Blitzer hinter Cumlosen war nicht im Einsatz. „Ein Grund für die niedrigen Einnahmen sind aber auch Baustellen nahe der Messstationen, wie wir sie 2013 etwa an der Ausfahrt Meyenburg auf der A 24 hatten, wo wir häufiger kontrollieren“, so Nancy Wagener.

2013 habe es insgesamt aber weniger Baustellen gegeben als im Jahr zuvor. Zudem würden auch Kraftfahrer vorsichtiger fahren. „Wir stellen hier grundsätzlich einen Lerneffekt fest“, sagt Nancy Wagener. „Wer schon einmal geblitzt wurde, fährt dort das nächste Mal langsamer.“

Leichte jährliche Schwankungen seien indes die Regel. 2011 und 2012 lagen die Einnahmen jeweils rund 50 000 Euro höher als im vergangenen Jahr. Innerhalb eines Jahres machen sich die Höhe der Bußgeldeinnahmen vor allem an der jeweiligen Saison bemerkbar. „Grundsätzlich verzeichnen wir im Winter wegen der Witterung weniger und in den Sommermonaten mehr Geschwindigkeitsüberschreitungen“, so Nancy Wagener.

Die meisten Raserfotos liefert der Starenkasten auf der B 5 bei Schönfeld. Allein dort konnten bis Oktober 2013 rund 11 400 Euro eingenommen werden. Der dortige Blitzer ist einer von sieben stationären Anlagen im Landkreis. Die Kontrollstation auf der B 5 bei Groß Werzin gebe es inzwischen nicht mehr. Jedoch sei nur in sechs der sieben Starenkästen tatsächlich eine Kamera installiert.

„Eine der Anlagen ist eine Tarnung und dient als Abschreckung“, erklärt Nancy Wagener. Kurzfristig geplant sei eine weitere stationäre Anlage an der Kreuzung B189/Bentwischer Weg in Wittenberge. Mehrfach war es an dieser Stelle zu schweren Unfällen gekommen, weil Kraftfahrer zu schnell unterwegs waren und zudem Ampelphasen missachtet hatten.


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