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Planungsausschuss : Weniger Platz für neue Windräder

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Eignungsflächen bei Neuglienicke, Zootzen und Falkenhagen vorerst gestrichen

In der Prignitz und Ostprignitz-Ruppin gibt es immer weniger Flächen für neue Windräder. Aus dem Entwurf für den Regionalplan „Freiraum und Windenergie“ sollen weitere Gebiete gestrichen werden. Darunter eines bei Neuglienicke und eines bei Wittstock. Darauf verständigte sich der Planungsausschuss der Regionalen Planungsgemeinschaft Prignitz-Oberhavel bei seiner gestrigen Sitzung.

Nicht mehr im Plan berücksichtigt werden soll demnach ein Areal im Wald bei Neuglienicke, am Rande der Kyritz-Ruppiner Heide. Die dortige Planfläche befindet sich an einem Immissionsschutzwald, wie es in der Fachsprache heißt. Dieser Forst soll unter anderem Erholungsbereiche, Nutzflächen und Biotope vor Lärm und anderen schlechten Einwirkungen schützen. „Wenn wir das alles berücksichtigen, wird die Fläche zu klein und lässt sich nicht mehr darstellen“, so Planer Thomas Berger-Karin.

Einer kleinen Windeignungsfläche, die für das Gewerbegebiet bei Falkenhagen (Prignitz) geplant war, erteilten die Ausschussmitglieder ebenfalls eine Absage. Obwohl dort nur Industrie angesiedelt ist und der Mindestabstand von fünf Kilometern zu den nächsten Windrädern zu vernachlässigen wäre, stimmte der Ausschuss dagegen.

Ein ursprüngliches Eignungsgebiet bei Zootzen, das die Stadt Wittstock befürwortet, hält die Planungsgemeinschaft für nicht realisierbar. Dort überwiegen mit dem Kranich-Brutgebiet und dem Nachweis des geschützten Ziegenmelkers die Belange des Artenschutzes. Auch der Entwurf des Landesentwicklungsplanes Hauptstadtregion fordert, dortige Freiflächen nicht durch Bauwerke zu zerschneiden.

Im Februar befasst sich der Regionalvorstand mit den Änderungen. Für die Planungsgemeinschaft wird es immer schwieriger, die Vorgaben des Landes zu erfüllen, so Planungsstellen-Leiter Ansgar Kuschel. Die Energiestrategie Brandenburgs sieht vor, auch im Bereich Prignitz-Oberhavel zwei Prozent der Fläche zur Windenergiegewinnung zu nutzen und mindestens 2100 Megawatt zu erzeugen. Nach aktuellem Stand würden aber nur 2000 Megawatt erreicht und lediglich 1,4 Prozent der Fläche genutzt.  

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