zur Navigation springen

Prignitzer Radarfallen : Weniger Einnahmen durch Blitzer

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Geschwindigkeitsüberschreitungen spülen voraussichtlich eine Viertelmillionen Euro weniger in die Kreiskasse als geplant

svz.de von
erstellt am 01.Sep.2016 | 21:00 Uhr

Mit ungefähr 256 000 Euro weniger Einnahmen aus Radarfallen als geplant muss der Kreis im laufenden Haushaltsjahr rechnen. Das war auf der Sitzung des kreislichen Finanzausschusses in dieser Woche zu erfahren. Anlass war ein Zwischenstandsbericht zum Haushalt durch das Landkreiscontrolling.

Bei der Summe handelt es sich um den prognostizierten Anteil der Mindereinnahmen an den stationären Blitzern, die der Landkreis selbst unterhält. Die Prognose erfolgt auf Basis der Zahlen, die bis Ende Juni vorlagen, können sich also bis zum Jahresende noch deutlich verändern. Feste Starkästen stehen unter anderem in Wittenberge an der B189, in Groß Warnow, Quitzow, Ponitz, Schönfeld und an der B103 bei Gerdshagen.

Die größten Rückgänge sind in Quitzow, Groß Warnow und Wittenberge zu verzeichnen. Kein Wunder, denn der Blitzer an der B189 war lange Zeit defekt. Am 1. Januar dieses Jahres war er von Unbekannten mit Böllern außer Gefecht gesetzt worden, die Reparatur dauerte Monate (wir berichteten). Die Arbeiten an der Fahrbahndecke bei Wittenberge ließen dann ab Juni die Zahlen weiter unter den Prognosen liegen. Auch in Quitzow gingen weniger Autofahrer in die Radarfalle. Hier wurde im Verlauf der Kreuzungssanierung der Starkasten sogar abgenommen. Beim Blitzer in der Ortsdurchfahrt in Groß Warnow kommen zwei Aspekte zusammen. Zum einen wird seit der Fertigstellung des A-14-Teilstücks nach Karstädt diese Straße nicht mehr so stark frequentiert. Zum anderen kommen viele Autofahrer durch die neue Verkehrsführung mit geringeren Geschwindigkeiten in den Ort hinein. Er macht mittlerweile den Eindruck, als sei er bereits außer Betrieb. „Wenn Blitzer dort ausfallen, wo eine hohe Frequentierung ist, dann macht sich das im Haushalt bemerkbar“, so Jean Haker-Böwe vom Sachbereich Controlling des Landkreises.

Mit rund 11  000 Registrierungen war der Blitzer an der Autobahnbrücke der B 103 im vergangenen Jahr am aktivsten. Im Jahr 2014 spülten Raser rund 1,25 Millionen in die Kreiskasse.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen