zur Navigation springen
Der Prignitzer

19. November 2017 | 21:02 Uhr

Wenig anstrengen – viel trinken

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Wer sich bei Hitze falsch verhält, riskiert gesundheitliche Gefahren / Ärztin gibt Tipps

von
erstellt am 07.Aug.2014 | 13:01 Uhr

Seit Wochen herrscht überwiegend hochsommerliches Wetter, vielfach mit Temperaturen um die 30 Grad. Nach einer kurzen Atempause sind auf für dieses Wochenende wieder sehr warme Temperaturen angekündigt. Die meisten Menschen genießen den heißen Sommer. Allerdings unterschätzen viele Sonnenanbeter die gesundheitlichen Gefahren.

„Im Vergleich zum vergangenen Jahr sind es in diesem Sommer bisher deutlich mehr Patienten, die der Wärme zum Opfer fallen“, resümiert Katrin Giese, leitende Oberärztin in der Notaufnahme und der Radiologie im Kreiskrankenhaus Prignitz. Betroffen seien alle Altersklassen. „Die jungen Leute liegen am Badesee den ganzen Tag in der Sonne und überhitzen sich, ältere Menschen werden vor allem eingeliefert, weil sie zu wenig Flüssigkeit aufgenommen haben.“

Was dann passiert, nennt sich in der medizinischen Fachsprache Exsikkose – der Körper trocknet aus. „Unwohlsein, Übelkeit, Schwindel und starke körperliche Einschränkungen sind typische Symptome“, so Katrin Giese. „Wenn jemand stark schwitzt, verliert er Flüssigkeit und wichtige Mineralstoffe wie Natrium.“ Doch nicht nur die Schweißproduktion ist Schuld daran, wenn der Körper dehydriert, auch über den Mund wird Feuchtigkeit abgeatmet.

Wichtig sei es daher, ausreichend zu trinken. „Zwei bis drei Liter am Tag sollten es bei gesunden Menschen schon sein“, rät die Diplommedizinerin. Ältere und insbesondere vorbelastete Menschen sollten mit ihrem Hausarzt klären, wie viel Flüssigkeitszufuhr sinnvoll ist. Denn: „Für Dialysepatienten, Herzkranke und bei anderen internistischen Erkrankungen wäre die Aufnahme einer zu großen Flüssigkeitsmenge fatal.“


Vorsicht beim Umgang mit Klimaanlagen


Was getrunken wird, kann jeder selbst entscheiden. Es müsse nicht nur Wasser sein. „Wichtig ist, dass es schmeckt“, sagt Katrin Giese. So seien auch Tees, kalter oder warmer, eine gute Wahl. Am besten seien ungezuckerte Getränke. Wer sich körperlich stark betätigt, für den sind auch isotonische Getränke sinnvoll. In ihnen stecken wichtige Nährstoffe in konzentrierter Form.

Körperliche Anstrengung sollten bei der Wärme jedoch grundsätzlich vermieden werden. „Das gilt besonders für ältere Menschen. Wer gern im Garten arbeitet, sollte öfter eine Pause einlegen und in den Schatten gehen“, empfiehlt Katrin Giese.

Auch ein bewusster und sparsamer Umgang mit Klimaanlagen sei ratsam. So sollte der Temperaturunterschied zwischen gekühlten Räumen oder Autos und der Außentemperatur nie mehr als fünf bis sieben Grad Celsius betragen. Bei zehn Grad Unterschied und mehr wird es gefährlich: „Dann drohen eine Bronchitis oder andere Infekte der oberen Atemwege.“

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen