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Der Prignitzer

18. Dezember 2017 | 21:33 Uhr

Weitere Hommage an Preußenkönig

vom

svz.de von
erstellt am 13.Dez.2012 | 05:57 Uhr

Wolfshagen | Friedrich der Große auch in der Provinz: Dafür sorgte in diesem Jahr die Ausstellung im Wolfshagener Schlossmuseum. Zeigte sie doch die frühe Friedrichverehrung und die Verquickungen des Preußenkönigs, dessen 300. Geburtstag in diesem Jahr begangen wurde, auch mit dem Prignitzer Adel. Das Wolfshagener Schloss, bis 1945 Familienbesitz der Gans Edlen zu Putlitz, die 1147 in der Prignitz sesshaft wurden, weist eine ganze Reihe von Raritäten auf, die in direktem Bezug zu Friedrich stehen. Dazu gehören die zahlreichen bemalten Leinwandbespannungen, die das Haus einst zierten und Friedrich dem Großen gewidmet waren, wie im Gartensaal. Oder die Darstellung einer Friedrich-Büste im Kabinett neben dem Gartensaal, der so genannten Kleinen Prinzenstube. Letztere konnte in diesem Jahr Dank einer privaten Spende und Fördermitteln von Kulturland Brandenburg aufwändig restauriert werden.

Noch bis zum 15. Dezember ist die Ausstellung im Wolfshagener Schlossmuseum zu bewundern, zog bislang auch viele Besucher von weiter her an. "Wir liegen zwar nicht im Speckgürtel von Berlin und Potsdam, aber es haben uns doch mehr Busreise-Unternehmer entdeckt, dadurch kamen wirklich sehr interessierte Touristen nach Wolfshagen", freut sich Professor Bernhard von Barsewich, der Vorsitzende des Fördervereins Schlossmuseum. Er habe auch ein entsprechendes Echo in Form von Korrespondenzen erhalten, "sowohl zur Ausstellung als auch zu meinem Katalog dafür".

Und von Barsewisch plant schon den nächsten Höhepunkt. So wird am 2. März des kommenden Jahres eine neue Ausstellung eröffnet. Gezeigt werden dann Porzellane für Friedrich den Großen. "Sie stammen aus zwei Privatsammlungen und zeigen Stücke, die der Preußenkönig in Meißen bestellt und teilweise selbst entworfen hat, sowie solche, die er bei der eigenen Manufaktur KPM in Berlin in Auftrag gab", erklärt von Barsewisch. Auch die Konzertreihe im Gartensaal des Schlosses wird 2013 fortgesetzt, und natürlich wird es wieder das Schlossfest zu Christi Himmelfahrt geben sowie den Weihnachtsmarkt am Schloss. Alles nachzulesen auch auf der Homepage des Schlossmuseums im Internet.

Geschlossen ist dort dagegen die Seite des Gästehauses. Der "Gasthof am Schloss", der zugleich Hotel ist, soll im Januar mit Holger Schmidt einen neue Betreiber erhalten, "der auch sehr im Sinne des Schlossmuseums denkt und agieren wird", freut sich von Barsewisch auf die gute Vernetzung. Doch auch für den Radtourismus bringe das Verbesserungen. "Wir müssen die Gänsetour von Wittenberge über Perleberg, Wolfshagen, Putlitz bis Stepenitz wieder mehr in den Mittelpunkt rücken", ist sich der Professor sicher. Dazu gehörten engagierte Akteure auf der Strecke, wie es die Bischoffstour beweise. Mit einem guten Angebot in Wolfshagen, also in der Mitte der Tour, und einem entsprechenden am Ende, wo das Stift Marienfließ touristisch neu belebt werden soll, wären gute Voraussetzungen geschaffen.

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