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Der Prignitzer

11. Dezember 2017 | 03:09 Uhr

Gutachten : Weitere Bäume müssen weg

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Bei der weiteren Sanierung der Rathausstraße sollen laut Gutachten die nächsten Linden weichen

svz.de von
erstellt am 17.Feb.2016 | 22:00 Uhr

Den Linden in der Rathausstraße zwischen der Ebert- und der Perleberger Straße wird es wohl an den Kragen gehen. Grund dafür ist die Sanierung des Abschnittes, wodurch die Straße auf sechs Meter Breite ausgebaut werden soll. „Eigentlich wollten wir die 21 Bäume erhalten und umsetzen. Um zu erfahren, inwiefern das möglich ist, haben wir einen Gutachter beauftragt“, erklärte Bauamtsleiter Martin Hahn kürzlich den Mitgliedern des städtischen Hauptausschusses.

Ergebnis: Bis auf vier Linden, die in einem schlechten Zustand und damit nicht erhaltenswert sind, könnten die Bäume umgesetzt werden – auch wenn die Pflanzen generell in einem mäßigen Zustand sind. Allerdings könne ein Anwachserfolg der Pflanzen nicht garantiert werden. „Die Umpflanzung der Bäume würde etwa 32 000 Euro kosten. Und wir wissen nicht, ob sie das überstehen“, erklärte Hahn.

Sollte die südliche Baumreihe erhalten bleiben, hätte das auch Auswirkungen auf den gesamten Straßenbau. „Die Straßenachse würde sich verschieben, um ausreichend Abstand zwischen Baum und Bord herzustellen. Dadurch würde der nördliche Bürgersteig schmaler, so dass er nicht als offizieller Geh- und Radweg gelten könnte“, so Hahn. Außerdem müsste in weiterer Folge die Ampelanlage versetzt werden. Was das kosten würde, konnte Hahn nicht sagen.

Fazit der Verwaltung: Der Erhalt der Bäume auf der südlichen Seite würde einen finanziellen Mehraufwand von bis zu 20 000 Euro bedeuten. „Aufwand und Nutzen stehen in keinem Verhältnis zueinander“, sagte Hahn.

Beim Thema Parktaschen einigten sich die Hauptausschuss-Mitglieder darauf, dass die Verwaltung prüft, ob auf die Einbuchtung an der Brachfläche verzichtet werden kann. „Dadurch hätten wir mehr Platz, um weitere Bäume zu setzen“, argumentierte Lutz Dieckmann. Deren Stammumfang sollte auch nicht zu gering sein. „Wenn wir durch Neupflanzungen Geld sparen, könnten stabilere Pflanzen angeschafft werden“, so Dieckmann. Bereits im Bereich zwischen der Ebert- und der Bahnstraße mussten im vergangenen Jahr Linden gefällt werden (wir berichteten). Sie wurden durch neue Exemplare ersetzt.

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