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20. geburtstag : Weisens Nachwuchs feiert 20 Jahre

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Kristina Goede arbeitet und lebt in Schwerin, aber betreut die Rasselbande seit 2008

von
erstellt am 14.Sep.2014 | 12:57 Uhr

Elf Mädchen und Jungen stehen am Sonnabend im Mittelpunkt, nehmen die Glückwünsche und Geschenke für 20 Jahre Jugendwehr Weisen entgegen. Sie freuen sich, sind aufgeregt und reißen den großen Karton auf, in dem sich T-Shirts befinden. Geld für die Weihnachtsfeier und weitere Gutscheine im dreistelligen Bereich lassen ihre Augen leuchten, sie klatschen vor Dankbarkeit in die Hände.

Dabei haben sie den bisher geringsten Anteil an der Erfolgsgeschichte dieser Jugendwehr. „Aber so sei das nun mal, sie ernten den Erfolg“, sagt ihre Chefin Kristina Goede. Sie freut sich nicht weniger und nimmt bescheiden Glückwünsche entgegen, obwohl sie es verdient, im Rampenlicht zu stehen.

Seit 2008 hat sie die Rasselbande unter ihren Fittichen. Nur ein Jahr später verließ sie arbeitsbedingt Weisen, nahm eine Stelle als OP-Schwester in Schwerin an. Hätte sie danach den ehrenamtlichen Job des Jugendwarts aufgegeben, hätte ihr das niemand verübeln können. Aber sie tat es nicht. Im Gegenteil.

Kristina Goede nimmt ihre Aufgabe ernst, versucht Schichtarbeit und Wochenenddienste im Krankenhaus mit der Jugendwehr zu koordinieren. „Die Arbeit mit den Kindern macht mir einfach Spaß, und so lange ich alles unter einem Hut bekomme, mache ich weiter.“ Außerdem unterstütze sie ihr Vater Michael Goede.

Zwischenzeitlich hatte Weisens Feuerwehrnachwuchs nur noch fünf Kinder gezählt. Mit jetzt elf sind wieder zwei Wettkampfmannschaften möglich, holten die kleinsten in diesem Jahr beim Amtsausscheid den ersten und ihre Kameraden in der AK I den zweiten Platz. „Mehr können sie mir doch gar nicht zurückgeben“, sagt Kristina Goede.

Neben all ihren Verpflichtungen findet sie Zeit für ihre eigene Weiterbildung in der Wehr. Stolz darf sie am Sonnabend die Beförderung zur Oberlöschmeisterin entgegen nehmen. Ihre Schützlinge applaudieren und bestätigen an der kuchenreichen Kaffeetafel: „Das macht Spaß mit Kristina.“ Außerdem braucht die Feuerwehr immer neue Kinder, meint der siebenjährige Sebastian. Lea (10) und Julia (12) betonen die schönen Ausflüge, unter anderem nach Groß Woltersdorf oder in den Heidepark.

Weisens Feuerwehrchef Dietmar Schulze ist stolz auf seinen Nachwuchs, auch wenn er weiß, dass nur die wenigsten in die aktive Wehr eintreten werden. „Von zehn Kindern gewinnen wir einen Kameraden“, nennt er den Durchschnitt. Das liege nicht am plötzlichen Desinteresse der jungen Erwachsenen, sondern an der Ausbildungs- und Arbeitsplatzsituation. „Die meisten verlassen die Region“, verweist er auf das bekannte Problem.

Gegründet hat die Jugendwehr am 1. April 2004 Torsten Westphal. Er kam von Wittenberge nach Weisen, leistete mehrere Jahre hervorragende Arbeit, errang bei Ausscheiden manchen Erfolg. Differenzen mit der Wehr veranlassten ihn, das Amt nieder zu legen. Seine Verdienste seien aber unstrittig. „Er hat das Fundament für die heutige Jugendwehr gelegt“, sagt Schulze.

Glückwünsche kommen an diesem schönen Tag vom Förderverein der Wehr, vom Amtsjugendwart Heiko Pechner und benachbarten Wehren. Aus Quitzöbel gratuliert beispielsweise Hartmut Eckert.


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