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Der Prignitzer

26. September 2017 | 02:23 Uhr

Weinmeile : Weinmeile bietet Urlaubsflair

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Neues Angebot des WIR überzeugt die Besucher: Kerzen, Wein, Musik verwandeln Bahnstraße in eine echte Flaniermeile

von
erstellt am 10.Sep.2017 | 21:00 Uhr

Es ist nach Mitternacht, die Musik auf der Wein- und Biermeile verstummt, aber Ronald Schultz öffnet noch eine weitere Weinflasche. „Mir fehlen die Worte“, sagt er. So etwas wie heute sei ihm noch nie passiert.

Vor drei Jahren eröffnete er zusammen mit Nico Dalchow in der Bahnstraße Wittenberge das Studio Fotografenherz und Weine. Oft habe er seitdem gezweifelt, ob so ein Weinangebot in Wittenberge angenommen werde. In diesem Jahr spricht er von einem Durchbruch und jetzt nach fünf Stunden Ausschank ist er überzeugt: „Ja, das passt hierher.“ Genauso wie die Wein- und Biermeile. Mitzumachen war für ihn selbstverständlich, aber die Skepsis war groß, gibt er zu. Doch die Resonanz zeigt, der veranstaltende Wittenberger Interessenring (WIR) hat mit diesem neuen Angebot einen Volltreffer gelandet.

„Ich trinke gerne einen Wein, heute können wir neue Sorten probieren. Die Meile ist ein tolles Angebot“, sagt Sybille Gregor. Ihr Mann Bernd ist überrascht, wie viele Menschen unterwegs sind. Früher hätten sie auch die Kneipennacht regelmäßig besucht, aber das Flair sei nicht so schön gewesen. „Heute sitzen wir im Freien, das ist fast wie im Urlaub“, sagen die Wittenberger.

Für Walter Huhn ist es Urlaub. Der Hamburger steht mit seinem Wohnmobil im Hafen und schlendert mit Susanne Passe durch die Bahnstraße. Es gefällt ihnen, genau wie die Stadt selbst. „Es ist unser zweiter Besuch hier, ich möchte meinen Geburtstag morgen feiern“, verrät Walter Huhn. Die Stadt entwickle sich und das Areal der Ölmühle sei außergewöhnlich.

Im Reformhaus Elbgenuss herrscht Hochbetrieb. Fritz Gensel findet kaum Zeit für ein Interview, laufend müssen wir unterbrechen, weil neue Gäste einen Wein wünschen. „Im Stillen hatten wir gehofft, dass es gut angenommen wird, aber überrascht sind wir jetzt doch“, sagt er. Falls sich der WIR für eine Wiederholung entscheiden sollte, sei er in jedem Fall wieder mit dabei.

Nicht weniger überrascht ist Bäckermeister Lars Erfert. „Hier ist ja so viel los und man spürt, wie begeistert die Leute sind“, sagt er. Zusammen mit seiner Partnerin Christine Henle hat er unter anderem verschiedene Bowlen angesetzt – ein leckeres Angebot an diesem Abend.

Einen Hauch Exotik bietet der Rotary Club Perleberg gemeinsam mit Mahena Safaris an: Savanna Dry aus Südafrika. Der fruchtige Cider ist schnell vergriffen. „Die Nachfrage hat uns total überrascht, das soll uns nicht noch einmal passieren“, vertröstet Marco Richter Passanten.

Der Rotary Club sammelt an diesem Abend für zwei seiner Spendenprojekte. „Wir haben für die Erdmännchen im Perleberger Tierpark eine Patenschaft übernommen und wollen die Impfkampagne gegen Kinderlähmung von Rotary International unterstützen“, erklärt Marco Richter.

Der Abiturjahrgang des Oberstufenzentrums hat sich ebenfalls einen Stand gesichert. Doch Kuchen und belegte Brötchen sind heute Abend weniger begehrt, meint Adrian Beutel. Aber etwas Geld komme in die Kasse für den Abiball.

Das Feuerwerk lässt den Nachthimmel kurzzeitig erglühen. „Eigentlich überflüssig und längst kein Höhepunkt mehr“, meint Dorothea Pohle. Sie schlägt vor, bei Veranstaltungen auf Feuerwerke zu verzichten, „Das Geld sollte man lieber Prignitzer Tierheimen spenden“, schlägt sie vor.

Bis zum Lokschuppen erstreckt sich die Meile, schlendern die Besucher. Und selbst lange nach dem offiziellen Ende freuen sie sich, wenn auf dem Heimweg noch der ein oder andere Stand zum Verweilen einlädt.

 

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