Berger Adventsbasar : „Weil es mit Liebe gemacht wird“

Der siebenjährige Anton Scherfke, Neffe der Organisatorin Susanne, durfte der Weihnachtswichtel sein.   Fotos: Thoms Stengel
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Der siebenjährige Anton Scherfke, Neffe der Organisatorin Susanne, durfte der Weihnachtswichtel sein. Fotos: Thoms Stengel

Zwei Berger Familien organisieren jedes Jahr Adventsbasar auf zwei Höfen mit 21 Händlern und in diesem Jahr sogar mit Alpakas.

svz.de von
23. November 2014, 22:00 Uhr

Zwei Familien, eine Straße, zwei Höfe und viele glückliche Kindergesichter: Mit dem Adventsbasar, den Andrea Krüger und ihr Mann Fred sowie die Familie Scherfke in der Berger Friedensstraße auf die Beine stellen, locken sie seit drei Jahren hunderte Besucher an. „Vormittags bieten wir ein vielfältiges Kinderprogramm und wenn es dunkel wird, dann wird es auf den Höfen richtig kuschlig“, sagt Initiatorin Susanne Scherfke-Weber, die vor zwei Jahren aus Hamburg in die Region zurückkehrte.

In der Friedensstraße 27 besitzt Familie Scherfke ein Grundstück mit ehemaligen Ställen und einer alten Scheune. Zum Adventsbasar werden die nicht nur weihnachtlich dekoriert, sondern dort zieht wieder Leben ein. „Dieses Jahr haben wir 21 Händler im Boot, sie bieten unter anderem Gestricktes und Genähtes, Seifen und Holzarbeiten an“, so die 44-Jährige.

Der Dorf- und Kulturverein fördert das Weihnachtstreiben, finanziell und auch tatkräftig. Viele auf dem Dorf leisten ihren Zuschuss. Auch aus den umliegenden Gemeinden beteiligen sich die Menschen an dem Event. „Das Amt Putlitz-Berge hat uns die zusätzlichen Stände gestellt, geliefert und sogar aufgebaut“, schwärmt die Organisatorin von der Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Amt.

Doch ganz ohne Hamburg geht auch der Berger Adventsbasar nicht über die Bühne. Viele Freunde der Initiatorin Scherfke-Weber, die 20 Jahre lang in der Elbmetropole ihren Lebensmittelpunkt hatte, sind ihr gefolgt – wenn auch nur für den einen Sonnabend im Jahr. Anke Tsakiris ist eine von ihnen. In der beheizten Scheune können Kinder mit ihr Lebkuchenhäuschen, -stiefel oder -männchen mit allerlei Süßigkeiten verzieren. „Das verkürzt die Wartezeit, bis der Adventskalender endlich geöffnet werden kann“, sagt die Hamburgerin mit Leidenschaft fürs Backen. Zu Hause habe sie die Häuschenplatten schon vorgebacken und zusammengeklebt, so dass die Kinder nur noch ihrer Fantasie freien Lauf lassen müssen. „Damit können sie ihren großen Schatz an schönen Erinnerungen auffüllen. All die Gerüche, die bunten Süßigkeiten, die Farben – es ist einfach toll“, schwärmt die Berufsschullehrerin.

Auf dem Hof gegenüber, in der Friedensstraße 28 bei Familie Krüger, herrscht ebenso buntes Treiben. In der eigens gebauten Grillhütte freut sich Fred Krüger über Plauschereien bei Bratwurst, Bier oder Glühwein. Bei den kleinen Besucher sorgt Alex Jenczewski als Süßigkeitenbär verkleidet für leuchtende Augen. Ein weiteres Highlight: drei kuschelweiche Elbtal-Alpakas von Dietmar Krempner aus Breese. „Wir freuen uns, zum ersten Mal dabei zu sein und die Tiere vorzustellen“, so der Züchter. An der Leine ließen sich die Alpakas sogar durchs Dorf führen.

„Wir haben schon einige Märkte gesehen, aber der hier ist einfach besonders schön, weil es mit Liebe gemacht wird“, meint Lori Sanders, eine Holländerin, die seit zehn Jahren in der Prignitz beheimatet ist. „Die Kinder stehen im Vordergrund. Ihnen wollen wir viel und wenn möglich immer etwas Neues bieten“, so Scherfke-Weber über den dritten Familien-Adventsbasar.

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