Wustrower Schlachtefest : Weihnachtsente schon gesichert

Fleischermeister Jürgen Schlede zerlegt Schweinehälften vor den Augen der Kunden, die das frische Fleisch gleich kaufen.
Fleischermeister Jürgen Schlede zerlegt Schweinehälften vor den Augen der Kunden, die das frische Fleisch gleich kaufen.

Großer Andrang beim Wustrower Schlachtefest.

svz.de von
05. November 2018, 12:00 Uhr

„Paul, ich brauche Eier“, ruft Brunhilde Jochens, die am Sonnabend beim Schlachtefest in Wustrow Obst, Gemüse, Marmeladen und eben Eier verkauft. „Ich kann hier jetzt auch nicht weg“, kommt es vom jungen Bauernsohn der Familie Mackel zurück. Er steht gleich neben ihr vor einem Kühlschrank und verkauft Enten. Und das Kundeninteresse reißt nicht ab. „Die ersten standen schon um 9.30 Uhr hier“, lässt uns Paul wissen. Offizieller Beginn war jedoch um 11 Uhr und schon zu diesem Zeitpunkt gab es im Lanzer Ortsteil keinen Parkplatz mehr, an den Ständen bildeten sich lange Schlangen. Paul verkauft eine Ente an Annette und Jürgen Luthe aus Wittenberge. „Das ist unsere Ente für das Weihnachtsfest“, sagt Annette Luthe. „In den vergangenen Jahren waren wir immer zu spät“, sagt sie und fügt an: „Deshalb sind wir heute rechtzeitig gestartet.“

Bürgermeister Hans Borchert ist mit der Resonanz des ersten Schlachtefestes ohne den Heimatverein zufrieden. „In diesem Jahr haben wir als Gemeinde Lanz, der Schlacht- und Zerlegebetrieb Schlede sowie Bauer Mackel das Fest gemeinsam organisiert“, so Borchert. Im Vorfeld des Festes konnte noch nicht entschieden werden, wer künftig die Organisation in den Händen hält. „Zwei Abstimmungen in der Gemeindevertretung gingen Patt aus“, sagt der Bürgermeister. „Nach dem Fest, wo sich die beiden Bewerber präsentieren, werde ich frei vergeben.“ Auch das alte Schulgebäude soll dann an den „Gewinner“ verpachtet werden.

Für die Besucher am Sonnabend ist es unwichtig, sie sind begeistert. So wie Britta Thiede aus Wittenberge. „Ich habe es endlich einmal geschafft, herzukommen“, sagt sie dem „Prignitzer“ und zeigt auf ihre vollen Beutel. Schon gestern stand die frisch gekaufte Ente bei ihr auf dem Mittagstisch, dazu die mehligkochende Kartoffel Adretta. Britta Thiede kommt im nächsten Jahr auf alle Fälle wieder nach Wustrow zum Schlachtefest.

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