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Der Prignitzer

20. Oktober 2017 | 18:19 Uhr

Weihnacht auf der Burg zu Lenzen

vom

svz.de von
erstellt am 09.Dez.2012 | 06:26 Uhr

Lenzen | Schneeflocken tanzen, in den Fingern zwickt der Frost. Düfte von süßen Mandeln und Waffeln, Gegrilltem und Geräucherten steigen in die Nasen, heißer Punsch und kalte Füße - es ist Weihnachtsmarkt in Lenzen. Erstmalig lädt dieser am Samstag auf die historische Burg. "Endlich", wie auch Dagmar Ziegler (SPD) gesteht. Als Bundestagsabgeordnete ist sie nirgendwo privat, entdeckt das geschulte Auge von Bürgermeister Christian Steinkopf sofort den prominenten Gast in der Menge der Weihnachtsmarktbesucher. Sie freut sich, dass die Lenzener mit ihrem Weihnachtsmarkt nun die Burg erobert haben und hofft, dass daraus eine Tradition wird. "Das Ambiente passt einfach", findet auch Edith Jacob. Sie ist selig, dass es jetzt mit dem Markt hier geklappt hat, was einmal mehr Beleg für das tolle Miteinander von Stadt und Burg sei.

Auch Bürgermeister Christian Steinkopf macht kein Hehl daraus, dass er froh ist über diesen Beginn. "Es ist ein Anfang, vom Potenzial her kann daraus einer der schönsten Weihnachtsmärkte der Prignitz werden." Dass hier vieles machbar ist, steht auch für Helmut Wenzel außer Frage. Seit Sommer ist Lenzen sein Zuhause, in dem er sich sichtlich wohl fühlt. "Der Weihnachtsmarkt auf der alten Burg, eine schönere Kulisse könnte es gar nicht geben. Damit schließt sich eigentlich auch der Kreis zur historischen Altstadt."

Es sei vor allem die Zusammenarbeit, die hier Früchte trägt, unterstreicht noch einmal der Bürgermeister, denn Stadt, Betriebshof, Burg, BUND Niedersachsen mit dem Trägerverbund Burg Lenzen e.V und der Lenzener Karnevalsclub, sie alle haben sich hier eingebracht. "Die Gemeinsamkeit ist unsere Stärke."

Susanne Gerstner, sie leitet das Umweltbildungszentrum Burg Lenzen, weiß, warum erst in diesem Jahr der Weihnachtsmarkt auf die Burg zog: "Wir hatten zuvor einfach noch zu viele Baustellen. Doch jetzt sind wir fertig." Zum Tag des offenen Denkmals im Spätsommer fand mit dem Regionalmarkt praktisch ein erster Versuch statt. Und der war überaus gelungen, über 1000 Besucher zog es auf die Burg. Und auch am Samstag werden es von Stund’ zu Stund’ mehr, die sich durch Haus und Hof führen lassen, einige auch durch die Ausstellung. Die meisten aber lauschen bei Glühwein, Bratwurst, Geräuchertem oder Kuchen aus dem mobilen Backofen der Bäckerei Grünberg dem Programm auf der Bühne. Eröffnet wurde dies von den Mädchen und Jungen der Grundschule, die die sieben Geißlein zum Leben erweckten.

Ob Getöpfertes, Hochprozentiges, leckere Marmeladen, Gefilztes, Gestricktes, wunderschöne Deko oder aber der Tipp vom Experten in Sachen alter Kartoffelsorten - alles war im Angebot - und im nächsten Jahr vielleicht noch viel mehr. Denn auch 2013 erwartet das Burg ensemble die Besucher zum Tag des offenen Denkmals und zu Weihnachten zu buntem Markttreiben.

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