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Wittenberger trainieren an Miniaturwelt : Wehr wappnet sich für den Ernstfall

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Aus der Redaktion des Prignitzers

Kameraden optimieren ihre Ausbildung an einer Planspielplatte / Das erste Modul mit Deich ist jetzt fertig

von
erstellt am 05.Jan.2017 | 11:00 Uhr

Die Elbe, der Deich, dahinter eine Straße mit Einfamilienhäusern: Mit dieser Szenerie ist das erste Modul der sogenannten Planspielplatte bestückt, das jetzt fertig ist. Dieses Modul, das dem Ausschnitt aus einer Modelllandschaft entspricht, ist eines von zwölf, das die Kameraden der Wittenberger Feuerwehr für Ausbildungszwecke aufbauen, erläutert Wehrführer Lars Wirwich. Robert Kaliske – bei ihm laufen die Fäden für das Projekt zusammen – ergänzt und zählt mit Wehrsprecher Norman Rauth gemeinsam auf, welche Szenerien noch als Modell nachgebaut werden sollen. „Vorgesehen sind ein Autobahnabschnitt, ein Stück Wald mit Wegen, im Miniformat wird es ein Stück dichtbebaute Innenstadt, ein Neubauareal, Gleisanlagen und die Nachbildung eines Gewerbegebietes geben.

„Die Planspielplatte hilft uns sehr bei der Ausbildung jener Kameraden, die bei Einsätzen Entscheidungen zu treffen haben, also von Gruppen- und Zugführern bis hin zum Truppmann“, unterstreicht Lars Wirwich. „Das bedeutet, wir können bei Einsätzen, sei es ein Brand, eine technische Hilfeleistung oder anderes, effektiver agieren, Fehler vermeiden.“ Das Planspiel helfe, besonders auch bei komplexen Einsätzen, innerhalb kürzester Zeit richtige Entscheidungen zu treffen. Davon können Menschenleben abhängen oder auch das Abwenden einer Katastrophe, man denke nur an den Brand bei Austrotherm im Sommer.

Auf der Planspielplatte werden an den Modulen die verschiedensten Varianten simuliert – einschließlich überraschender Entwicklungen. „Wer mit bestimmten Situationen in der Ausbildung schon mal konfrontiert wurde, kann im Ernstfall deutlich sicherer entscheiden“, so Wirwich. Nicht ohne Grund ist die Ausbildung mit Planspielplatten an der Brandenburger Landesfeuerwehrschule bereits gängige Praxis.

Vor einem Jahr, im Januar 2016 , ging die Wehr dieses Projekt mit den verschiedenen Modulen an, wandte sich an die Öffentlichkeit mit der Bitte um Unterstützung. Denn das Material musste beschafft werden. „Die Resonanz war sehr gut. Wir haben materielle wie auch finanzielle Spenden erhalten und bedanken uns für die Unterstützung“, sagt Rauth.  

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