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Feuerwehreinsatz Wittenberge : Wehr rettet acht Kinder

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Geschwister machten sich in einem Doppelhaus in der Pritzwalker Straße vermutlich am Herd zu schaffen

von
erstellt am 20.Mai.2015 | 21:00 Uhr

Feueralarm gestern kurz vor 13 Uhr. Die Wehr muss in die Pritzwalker Straße ausrücken. In einem der dortigen Doppelhäuser ist ein Brand gemeldet. Für die Kameraden ist aber nicht die Feuerbekämpfung die riesen Herausforderung bei diesem Einsatz. In dem zweigeschossigen Haus halten sich Kinder auf. Die Eltern sind außer Haus beim Vermieter. Die Wohnung ist verqualmt. Die Feuerwehrleute können die Kinder auf kurzem Wege retten. Sie heben acht verängstigte Mädchen und Jungen aus einem der Vorderfenster ins Freie. Es sind Geschwister, das Jüngste noch ein Baby, die Älteste vielleicht zehn Jahre alt. Sind alle Geschwister gerettet? Die Kinder haben erzählt, dass sie zu zehnt seien. Kameraden mit Atemschutzgerät suchen die Räume des Hauses ab. Der nächste Trupp steht schon bereit. Die Angst ist groß. Befindet sich noch ein Kind im Haus? Wenig später gibt es Entwarnung. Zwei der Geschwisterkinder sind noch in der Schule.

Mittlerweile ist das Feuer gelöscht. Einsatzleiter Steven Reppert sagt, in der Küche auf dem Herd habe sich Essen entzündet. Augenscheinlich hatte der Nachwuchs sich am Herd zu schaffen gemacht.

Jetzt stehen und sitzen die Kinder auf dem Rasen des gegenüberstehenden Hauses. Der Rettungsdienst nimmt das Baby in seine Obhut. Alle Kinder werden vom Arzt untersucht. Er kann Entwarnung geben. Später werden die Geschwister mit ihrer Mutter aber noch zu einer weiteren Untersuchung aus Sicherheitsgründen – wie es heißt – ins Krankenhaus gebracht.

Aber erst einmal warten die Kleinen gemeinsam mit ihrer Oma, die von dem Unglück hörte und angerast kam, auf die Eltern. Der Vater kommt. Er ist verstört, als er hört, was passiert ist. Die Kinder sind glücklich: „Unser Papa ist da.“ Wenig später kommt auch die Mutti, schließt die Kinder in die Arme. Zu dem Zeitpunkt ist die Pritzwalker Straße quasi verstopft. Es wimmelt nur so von Mitarbeitern des Rettungsdienstes und von Polizisten. Die Feuerwehr, die zwischenzeitlich Verstärkung aus Perleberg erhielt, kann mit dem Abrüsten ihrer Technik beginnen. Laut Einsatzleitung ist das Haus bewohnbar.  

 

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