Debatte um Rolle des Ehrenamts in Spiegelhagen : Wehr möchte mehr Anerkennung

Kurze Pause, dann ging es nahtlos über zur Jahreshauptversammlung der Wehr.
Kurze Pause, dann ging es nahtlos über zur Jahreshauptversammlung der Wehr.

Kameraden aus Spiegelhagen blicken auf einsatzreiches Jahr zurück und fordern von der Politik mehr als nur warme Dankesworte

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19. Februar 2018, 20:00 Uhr

Die Tagesordnung für den Abend war schon recht lang, doch die Spiegelhagener Blauröcke und ihr Förderverein zogen feuerwehrmäßig durch.

Los ging es mit der Bilanz des Fördervereins. Und hier stand natürlich der 90. Geburtstag der Wehr im vergangenen Jahr an oberster Stelle. Gemeinsam, sprich Förderverein und Wehr, haben sie ein Fest auf die Beine gestellt, das einmal mehr verdeutlichte, dass das Dorf und seine Blauröcke zusammengehören. Und dass dieser Geburtstags auch standesgemäß ausfallen konnte, dazu haben ganz viele Sponsoren und Helfer beigetragen. Denen galt noch einmal ein großes Dankeschön des Vorstandes.

Der Förderverein selbst hat natürlich auch 2017 die Wehr wieder tatkräftig unterstütz. Für rund 2200 Euro gab es neue Bekleidung, über 1000 Euro wurden in einen Anhänger investiert und fast 650 Euro kostete der Kompressor.

Eine gute, souveräne Arbeit hat der Förderverein, hat sein Vorstand geleistet, so die Einschätzung der Kameraden und vor allem der 81 Fördervereinsmitglieder, von denen 42 Freitagabend dabei waren. Einstimmig votierten diese auch dafür, dass der alte Vorstand mit Regina Bausemer (Vorsitzende), Holger Schelle (Stellvertreter), Andrea Pankow (Schatzmeister), Yvonne Sotzmann (Schriftführer) und Mattis Rusch (Pressewart) auch die nächsten drei Jahre die Geschicke lenkt.

Dann ging der Part an die Feuerwehr: Jahreshauptversammlung. Ortswehrführer Holger Schelle unterstrich noch einmal, das große Miteinander zum Feuerwehrjubiläum und verband das gleichso mit einen großen Dankeschön der Kameraden.

2017 war für die Spiegelhagener Blauröcke ein einsatzreiches Jahr. 40 Mal wurden sie gerufen, allein zu zehn Bränden aber auch wieder zu technischen Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen. Auffällig viel war auch die Alarmierung zu Gasalarmen. Bauarbeiten aber auch technische Defekte seien die Ursachen gewesen, wie der Wehrführer betonte.

Und auch die 14 Sturmeinsätze haben die Kameraden bis an die Grenzen des Machbaren gefordert.

23 Ausbildungsabende, wobei die gemeinsame Ausbildung mit Perleberg inzwischen fast schon Alltag ist, die Unterstützung bzw. Absicherung von Veranstaltungen für die Stadt und Unternehmen – all das wird auch unter dem Engagement der Kameraden verbucht. Verständlich, dass diese nicht nur Anerkennung verdient haben, sondern, dass die Politik das endlich auch mit mehr als nur einem Orden und warmen Worten honoriert, so sinngemäß der Ortswehrführer. Thema hier: Rentenpunkte und voller Versicherungsschutz bei Unfällen. Eine Vorerkrankung dürfte da keine Rolle spielen.

Ein Dankeschön für die Einsatzbereitschaft der Kameraden gab es an diesem Abend von Stadtwehrführer Thomas Gäde und Bürgermeisterin Annett Jura.

Mit Blick auf dieses Jahr wollen sich Feuerwehr und ihr Förderverein natürlich aktiv in die Vorbereitung des Dorfjubiläums einbringen. Denn Spiegelhagen wird 725 Jahre alt.

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