zur Navigation springen

Alles auf einen Blick : Wegweiser in den Beruf

vom
Aus der Redaktion des Prignitzers

Kompakt und informativ – Landkreis bringt zweite Ausbildungsbroschüre mit regionalen Angeboten heraus

von
erstellt am 07.Sep.2016 | 21:00 Uhr

259 Betriebe, 87 Berufe – kompakter geht es nicht. Die neue Ausbildungsbroschüre des Kreises ist für Schüler ein Fundus. Chemikant, Lagerlogistik, Holzmechaniker – die Prignitz bietet klassische Lehrberufe, duale Studienmöglichkeiten und exotisch anmutende Ausbildungen wie Müller – ein Verfahrenstechnologe für Mühlen und Futtermittel.

„Es gibt gute Gründe, in der Region zu bleiben“, sagt Uwe Büttner, Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft. Sie hat die Broschüre gemeinsam mit der IHK und der Handwerkerschaft herausgegeben. Landrat Torsten Uhe verweist auf Zahlen, die ebenfalls für die Prignitz sprechen: „Im vergangenen Jahr gab es 432 Ausbildungsstellen, in diesem sind es 547.“ Ein Zuwachs um 27 Prozent – der höchste im Bereich der Arbeitsagentur Neuruppin.

Dem gegenüber stehen 379 Bewerber. Mehr Stellen als Bewerber. Dieser Trend hält seit Jahren an, sei aber kein Freifahrtschein für Schüler. Die Ansprüche der Ausbilder steigen in nahezu allen Bereichen. Kaum ein Berufszweig komme ohne moderne Technik aus. Wer einen Blick in die Fahrerkabine eines Traktors wirft, könne sich sehr schnell davon überzeugen. Rechtzeitiges Bewerben und gute Schulnoten sichern den Ausbildungsplatz, rät Kirsten Gmirek, Geschäftsführerin der Kreishandwerkerschaft

130 Ausbildungsberufe im Handwerk, 5000 Mitgliedsfirmen in der IHK Prignitz. Verarbeitendes Gewerbe, Baubetriebe, Berufskraftfahrer nennt IHK-Regionalleiterin Marion Talkowski drei Branchen, die händeringend Nachwuchs suchen. Bestattungsfachkraft und Speiseeishersteller seien interessante Nischen. Dauerbrenner sind Gastgewerbe, Friseure, Bäcker.

Nicht nur die Auswahl ist groß. Oft verrät die Bezeichnung wenig über die Inhalte des Berufs. Ferienarbeit und Schülerpraktika können früh eine Orientierung geben und werden in der Broschüre ebenfalls ausgewiesen.

In den Betrieben steigt der Altersdurchschnitt. Wer heute ausbildet, bildet meist für den eigenen Bedarf aus, so Talkowski. Manche Firmen haben internationale Partner. Dienstreisen und Praktika in diesen Konzernen machen die hiesige Ausbildung reizvoll, ergänzt Marion Talkowski.

Das Interesse an der Broschüre sei gestiegen, mehr Firmen baten um Erwähnung, so Uwe Büttner. Die Auflage sei auf 2000 Exemplare erhöht worden. Sie werden an Schulen verteilt. Eine PDF-Version ist online auf der Homepage der Herausgeber verfügbar.

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen