Prignitz : Wasserwachten gut besetzt

Ines Welk, Laura Petzold, Anne und Thomas Tiberius bei der Vorbereitung des Wasserwachteinsatzes zu SoundCity.
Ines Welk, Laura Petzold, Anne und Thomas Tiberius bei der Vorbereitung des Wasserwachteinsatzes zu SoundCity.

Vereinsleben erleichtert Nachwuchsgewinnung / Dennoch Probleme, alle Anfragen zur Absicherung zu erfüllen

von
12. August 2015, 12:00 Uhr

Ob SoundCity, Elbschwimmen, Bäder oder Feriencamps: Die Mitglieder der Wasserwacht Prignitz sind in den Sommermonaten ständig im Einsatz. „Uns erreichen schon Monate vorher viele Bitten, Veranstaltungen aller Art, aber auch den Betrieb von Bädern zu unterstützen“, erläuterte Uwe Damnig, Leiter der Verbandsarbeit des DRK-Kreisverbandes Prignitz. Trotz rund 200 Mitgliedern in der Region sei es schwer, alle Wünsche zu erfüllen. In Perleberg, Wittenberge, Pritzwalk, Putlitz, Lenzen und Karstädt gibt es Gruppen. Sie trainieren in Bädern am Ort oder in der Umgebung.

Im Gegensatz zu anderen Regionen Brandenburgs gibt es in der Prignitz wenig Nachwuchssorgen. Zwar muss auch die Wasserwacht mit dem üblichen Problem der meisten Vereine leben, dass junge, gut ausgebildete Jugendliche die Prignitz verlassen und damit als Retter ausfallen. Doch mit intensiver Nachwuchsarbeit und guter Verwurzelung in den Kommunen können immer wieder neue Kinder und Jugendliche gewonnen werden. Die Mitgliederzahl ist seit Jahren stabil, nur in Wittenberge gibt es Probleme.

„In Perleberg unterstützen besonders viele Eltern unsere Arbeit. So wachsen die Kinder in die Wasserwacht hinein“, sagt Vorstandsmitglied Ines Welk. Hinzu kommt die Kooperation mit der Geschwister-Scholl-Schule. Ähnliche Kontakte sollen zum Perleberger Gymnasium und der Rolandschule aufgebaut werden. „Unsere Arbeitsgemeinschaft Wasserwacht sorgt in Perleberg dafür, dass Kinder altersgerecht an die Arbeit der Retter herangeführt werden“, erzählt Thomas Tiberius.

Der Nachwuchs ist regelmäßig bei Veranstaltungen und Aktionen mit dabei und erlebt, wie die Mitglieder ihre Aufgaben meistern. Diese erfüllen ihre Aufgaben meist in Zweierteams, mit einem zumindest 18-Jährigen und einem mindestens 16-Jährigen, was Ausbildung und Erfahrungsaustausch zugute kommt. In Wittenberge wird eng mit dem SchwimmClub Delphin kooperiert.

„Ein reges Vereinsleben mit eigenen Veranstaltungen zu allen Jahreszeiten und Feriencamps muss sein, damit wir für Kinder und Jugendliche attraktiv bleiben“, erläutert Ines Welk. Gerade in kleineren Orten funktioniere dieses Konzept, zu dem auch die enge Zusammenarbeit beispielsweise mit Bürgermeistern gehört, sehr gut. Im Gegensatz dazu spüren die Retter in Wittenberge die Konkurrenz der größeren Zahl an Vereinen.

Fitness spielt bei der Wasserwacht eine besondere Rolle, deshalb wird das regelmäßige Schwimmtraining sehr ernst genommen. Das spiegelt sich bei diversen Wettbewerben wider. So beim 24-Stunden-Schwimmen in Spremberg, bei dem das Team mit Thomas Tiberius an der Spitze mehr als 102 Kilometer zurücklegte und mehrere Pokale gewann. Auch im Karstädt ging die Wasserwacht beim 24-Stunden-Schwimmen an den Start.

Stolz sind die Wasserretter auf ihr soziales Engagement. Mitglieder sichern Feriencamps sowie andere Kinder- und Jugendveranstaltungen ab. „In der ersten Oktoberwoche gibt es erneut ein eigenes Camp, zu dem mit Unterstützung des Jugendamtes auch wieder zehn Kinder aus sozial schwachen Familien eingeladen werden“, so Uwe Damnig.  

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen